Die Alternative-die Grünen danken allen Zugerinnen und Zuger, welche uns ihre Stimme gegeben haben. Wir danken auch unseren Listenverbindungs-Partnerinnen.  Wir sind schwer enttäuscht über den Verlust des Nationalratssitzes. Die Enttäuschung ist umso schmerzlicher, als unser Resultat von 15,4 Prozent das weitaus beste aller grünen Ergebnisse in den Proporzkantonen ist. Dass wir angesichts einer neuen Liste, welche sich ebenfalls als grün versteht, etwas Stimmen verloren, war zu erwarten gewesen. Aber wir sind immer noch zwei Prozent über dem Resultat von 2003, als wir das Nationalratsmandat eroberten. Bitter ist auch, dass die linke Listenverbindung, die 21,4 Prozent machte, den Sitz um nur 0,4 Prozent verpasst hat.
 
Wie praktisch alle Medien anerkennen, verlieren die die Grünen, die ganze Linke, die Bundespolitik, vor allem aber der Kanton Zug einen der profiliertesten Köpfe im Nationalrat. Jo Lang ist ein zu überzeugter Idealist, um deswegen den Kopf in den Sand zu stecken. So wird er die Zuger Bürgerinnen und Bürger weiterhin um ihre Unterschrift für eines der zahlreichen Anliegen bitten. Die Linke ist nun herausgefordert, redliche Bilanzen über die Wahlniederlage zu ziehen. Und sich wieder so selbstverständlich zusammen zu raufen, wie das früher der Fall gewesen ist.
 
Die nächste Herausforderung ist die Bekämpfung einer erneuten Steuersenkung, über die am 27. November abgestimmt wird. Ein Weiterfahren im Steuerdumping verstärkt 
bloss den sozialen Verdrängungsprozess aus unserem Kanton.
 
Barbara Beck-Iselin und Andreas Hürlimann, Co-Präsidium Alternative- die Grünen Zug