An der Jahresversammlung der Zuger Alternativen vom 4. April 2007 hat Nationalrat Josef Lang die seit Neujahr als Regierungsrätin amtierende Manuela Weichelt-Picard im Parteipräsidium abgelöst. Die Alternative Kanton Zug hat bei den Wahlen im letzten Oktober ihren Sitzanteil im 80köpfigen Kantonsrat von 7 auf 12 erhöht und einen zweiten Sitz in der Regierung gewonnen. Weichelt-Picard übernahm die Direktion des Innern, Patrick Cotti die Direktion für Bildung und Kultur. Als Vizepräsident der Alternative Kanton Zug wurde der Stadtzuger Kantonsrat Martin Stuber (SGA Alternative) durch die Chamer Kantonsrätin Erwina Winiger (Alternative Kritisches Forum) ersetzt. Winiger hatte als höchste Zugerin in den letzten beiden Jahren das Kantonsparlament präsidiert.

Lang, der sich als „Übergangspräsident“ bezeichnet, setzt sich drei besondere Ziele:
– die alternative Kultur des direkten Kontakts mit den Bürgerinnen und Bürgern über das Unterschriftensammeln, beispielsweise für die Klima- und Waffeninitiativen, zu stärken;
– das „grösste soziale Problem“ im Kanton Zug, die schleichende Verdrängung schwach und mittel verdienender Familien durch Firmenflut und Reiche, energisch und gemeinsam mit SP, Christlichsozialen, Gewerkschaften und Mieterverband anzugehen.
– in einem Jahr das Präsidium an Jüngere zu übergeben,

Als Vorstandsmitglieder wurden Philipp Röllin (Kantonsrat, Forum Oberägeri), Andreas Hürlimann (Kantonsrat, Alternative Frische Brise Steinhausen) und Christian Wattenhofer (Alternative Gleis 3 Risch-Rotkreuz) bestätigt. Neu gewählt wurden Marianne Zehnder (Gemeinderätin, SGA Alternative Zug), Berty Zeiter (Kantonsrätin Alternative Baar) und Hannes Vogel (Freie WählerInnen Menzingen).
An der Jahresversammlung wurde bekannt gegeben, dass Hanspeter Uster, Regierungsrat von 1990 bis 2006, den Nationalratswahl-Ausschuss leiten wird. Die Alternativen streben die seit 1991 übliche Listenverbindung mit der SP an. 2003 hatte die Linke mit 27 Prozent der Stimmen hinter der SVP und vor der CVP im Kampf um die drei Zuger Sitze den zweiten Platz belegt.

Weiter konnte die abtretende Präsidentin Manuela Weichelt-Picard die Kandidatin der Alternative Kanton Zug für die Strafgerichtswahlen vom 17. Juni 2007 an der Versammlung begrüssen und den Mitgliedern vorstellen. Mit Frau Svea Anlauf hat die Alternative Kanton Zug eine hochqualifizierte Kandidatin, die über eine langjährige Erfahrung als Richterin verfügt, von 1999 bis 2004 als Untersuchungsrichterin im Kanton Zug (seit 2001 in der Wirtschaftsabteilung) und seit Mai 2004 als Staatsanwältin im Kanton Zug tätig ist. Zudem absolvierte sie auch das Nachdiplomstudium zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität an der Hochschule in Luzern absolviert hat.

Im Anschluss an die GV diskutierten die Zuger Alternativen – aufgrund eines Positionspapiers „Für eine nachhaltige und progressive Zuger Integrationspolitik“ von Gisela Hürlimann und Rupan Sivaganesan (KR und GGR) – über Integrationspolitik.

Manuela Weichelt-Picard, Alt-Präsidentin Alternative Kanton Zug