Nach dem Lesen der Unterlagen zur Abstimmung vom 24. November werde ich den Eindruck nicht los, dass es hier nicht um die blosse Anpassung eines Gesetzes geht. Wenn in  Zukunft nur noch Bauten von äusserst hohem wissenschaftlichem,  kulturellem oder heimatkundlichem Wert unter Schutz gestellt werden können, dann wäre es wohl ehrlicher gewesen, das Gesetz gleich aufzuheben. In unserem Kanton, in dem die Wirtschaft boomt, in welchem Reiche aus der halben Welt bereit sind, horrende Summen für bestehende Bauten zu bezahlen, braucht es ein Gesetz, dass zumindest einen kleinen Teil der vorhandenen Bauten schützt. Ansonsten verschwinden noch mehr Zeitzeugen wie damals das Hotel Hirschen in der Altstadt. Es sollen nicht wieder die gleichen Fehler gemacht werden wie in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Fehler, die dann mit viel Aufwand die nächsten Generationen nur noch zu einem sehr kleinen Teil wieder korrigieren können. Deshalb braucht es ein klares Nein zu diesem Gesetz. Ein Gesetz, welches wohl besser „Denkmalschutzverhinderungsgesetz“ genannt würde.

Leserbrief von Stefan Hodel