Die Alternativen – die Grünen haben am Mittwoch 3. Februar eine spannende Diskussion zur Abstimmung über das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Indonesien geführt. Informiert wurden sie dabei von Jeremias Brem, Mitglied der Geschäftsleitung der Jungen Grünen Schweiz und Mitglied des Nein-Komitees.

Es ist nicht üblich, dass die Schweizer Stimmbevölkerung über Freihandelsabkommen abstimmen kann. Umso spannender also, wenn dies nun der Fall ist. Gegen das Abkommen zwischen den EFTA-Staaten (inklusive Schweiz) und Indonesien, hat eine breite Allianz mit den Jungen Grünen an der Spitze, das Referendum ergriffen.

Vom Freihandelsabkommen profitiert hauptsächlich die Wirtschaft, für welche fast alle Zölle für Exportgüter fallen werden. Gleichzeitig profitiert in Indonesien nur eine kleine Elite. Die breite Bevölkerung hat weiterhin mit schlechten Lebensbedingungen, unwürdigen Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen zu kämpfen. Hinzu kommt die inakzeptable Rodung des Regenwaldes für die Produktion von Palmöl. Der Regenwald ist die grüne Lunge unserer Erde und für das Klima sowie die Biodiversität äusserst wichtig. Die Alternativen – die Grünen sagen klar Nein zu einer Schein-Nachhaltigkeit, wie sie von den Befürwortern proklamiert wird.

Die Lösung für die Klimakrise liegt nicht im Ausbau von weltweiten Produktionsnetzen, sondern in der Stärkung der hiesigen Landwirtschaft und Produktionsmöglichkeiten. Die anwesenden Mitglieder fassten deshalb einstimmig die NEIN Parole zum Freihandelsabkommen. Bei den zwei weiteren nationalen Vorlagen übernimmt die ALG die Empfehlungen der Grünen Schweiz und lehnt sowohl die Burka-Initiative wie das E-ID-Gesetz ab.