NEIN zur Zerstörung unseres kulturellen Erbes!

Unser baukulturelles Erbe stiftet Heimat und Identität, ist touristisches Kapital und spielt eine wichtige Rolle, damit wir uns in unserem Kanton weiterhin zu Hause fühlen. Wirtschaftliches Wohlergehen und Wachstum sind wichtig. Doch auch die Vergangenheit verdient Respekt. Historisch gewachsene Ortsbilder machen unseren Kanton attraktiv und lebenswert. Das neue Gesetz lässt sich vom Zeitgeist lenken und gewichtet die privaten Interessen einer Minderheit höher als die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung.

NEIN zur Verschärfung der Anforderungen!

Der heutige Denkmalschutz ist massvoll. Nur 2.2 Prozent des Gebäudebestands im Kanton sind geschützt (Schweiz: 3.5%). Schon jetzt müssen Gebäude einen «sehr hohen» wissenschaftlichen, kulturellen oder heimatkundlichen Wert haben, damit sie als schutzwürdig eingestuft werden können. Die nochmalige Verschärfung der Kriterien würde dazu führen, dass kaum mehr ein Objekt unter Schutz gestellt werden könnte oder dass bereits unter Schutz gestellte und teilweise mit Beitragszahlungen von Kanton und Gemeinden umgebaute Gebäude wieder aus dem Schutz entlassen werden müssten.

NEIN zum Mindestalter von Schutzobjekten!

Weder wissenschaftliche, kulturelle, noch heimatkundliche Werte, welche ein Denkmal definieren, kennen ein Mindestalter. Viel massgeblicher sind dabei — unabhängig vom Alter — die effektive Qualität und seine Bedeutung für die Öffentlichkeit. Die Regelung, dass Baudenkmäler, die jünger als 70 Jahre sind, anders behandelt werden als solche, die älter als 70 Jahre alt sind, ist willkürlich und gehört nicht ins Gesetz. Auch hält diese Bestimmung übergeordnetem Recht nicht stand.

NEIN zur Abschaffung der Denkmalkomission!

Mit dem neuen Gesetz soll die breit abgestützte, demokratisch legitimierte Denkmalkommission abgeschafft werden; eine Kommission, die sich bewährt, und in der die Eigentümerseite, aber auch Vertretungen aus Gemeinden, Verbänden und Vereinen eingebunden sind. Fachleute aus diversen Branchen und mit unterschiedlicher Sichtweise können sich dann nicht mehr Gehör verschaffen. Im Kanton Zug muss endlich ein Umdenken stattfinden. Denn es braucht beides: Geschichte und Gegenwart.

 

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