Ein Beschluss im Teilrichtplan Verkehr des Kantons Zug lautet: „Der Kanton Zug plant den öffentlichen Verkehr nachfrageorientiert und den motorisierten Individualverkehr angebotsorientiert.“ Als erstes wird uns nun ein erweitertes Angebot im Öffentlichen Verkehr bereitstehen. Bereits ab Dezember 2008 wird die Stadtbahn zwischen Rotkreuz und Baar im Viertelstundentakt verkehren und Rotkreuz-Luzern im Halbstundentakt.

Und beim Individualverkehr folgt ein Autobahn-Ausbau der A4 bis 2010 auf sechs Spuren und zwischen den Anschlüssen Lindencham und Zug zusätzlich noch mit zwei durchgehenden Beschleunigungsspuren. Auf diesem Autobahn-Abschnitt stehen also acht Spuren zur Verfügung. In Rotkreuz wird der Autobahnanschluss umfassend saniert und erhält eine massive Kapazitätserhöhung. All diese Projekte werden in nächster Zeit umgesetzt und gebaut, egal wie die Abstimmung zur Umfahrung vom 11. März ausfällt.

Dieser grosse Ausbau der Autobahn macht die Kammern A und D überflüssig. Die notwendige Umfahrung von Cham-Hünenberg ist mit den Kammern B und C mit flankierenden Massnahmen ohne Verzögerung zu verwirklichen. Das unausgereifte 230 Millionen-Umfahrungsprojekt macht darum wenig Sinn. Im gesamten wären 45 Grundeigentümer betroffen, davon 32 für die Kammern A und D. Zudem kosten diese beiden Kammern unverhältnismässig viel, nämlich 130 Millionen ohne Reserve, und weisen bei der vorliegenden Variante betreff Linienführung auch grosse Mängel auf. Würde doch der Verkehr von dieser Umfahrungsstrasse auf die überlastete Kreuzung Alpenblick und dann auf die verstopfte Chamerstrasse Richtung Zug geführt.

Wie zu Beginn erwähnt wird im Kanton Zug viel für die Mobilität gemacht. Mit einem Nein zur Umfahrungsstrasse Cham-Hünenberg ebnen Sie den Weg für eine bessere und günstigere Variante mit den Kammern B und C für 63 Millionen. Weitere Infos lesen Sie auf www.63millionen.ch.