Medienmitteilung Gleis 3 Alternative Risch

Gleis 3 Alternative Risch nimmt mit Freude zur Kenntnis, dass sich Novartis anfangs dieser Woche entschieden hat, auf das Ausbildungszentrum auf dem Gut Aabach in Risch aus strategischen Gründen zu verzichten.
 
Mindestens seit 2006 haben sich die Baudirektion, die Zuger Regierung und der Gemeinderat Risch von Novartis für deren Ausbildungszentrum einspannen lassen. Wir als Gegner des Vorhabens haben hingegen seit der Lancierung des Projekts und bereits vor der Abstimmung in der Gemeinde mehrfach in Flugblättern, Einwänden, Leserbriefen und Voten darauf hingewiesen, dass ein solches Bauprojekt auf dem Gut Aabach nicht realisiert werden kann, da dafür die gesetzlichen Grundvoraussetzungen in diesem Schutzgebiet nicht erfüllt sind.
 
In der Zwischenzeit wurde sich Novartis offenbar bewusst, dass die Schaffung einer Bauzone für ein solches Programm auf dem Gut Aabach in Risch mit allergrösster Wahrscheinlichkeit spätestens vor Bundesgericht gescheitert wäre. Denn zu viele Fakten – besonders der Wortlaut von Abschnitt S6 des Zuger Richtplans – sprechen gegen diese Zonenplanänderung. So gibt es keinen fachlichen Nachweis historisch wertvoller Objekte des Gutes Aabach. Einen solchen Nachweis wäre durch den Richtplan für die Gewährung zusätzlicher Bausubstanz jedoch voraussetzt worden.
 
Somit fehlte der Abstimmungsvorlage vom November 2011 und folglich den Beschlüssen der Gemeinde Risch jegliche gesetzliche Grundlage. Das trifft auch auf die Änderung der Seeuferschutzzone zu. Der Regierungsrat hätte gemäss Paragraph 47 der Zuger Kantonsverfassung die Pflicht gehabt, für den rechtstaatlichen Vollzug der Gesetze zu sorgen. Diese Aufgabe darf nicht einzig vom Spruch eines Gerichtes abhängig gemacht werden.
 
Gleis 3 Alternative Risch wird weiterhin ein wachsames Auge auf die raumplanerische Entwicklung haben und die weiteren Geschehnisse im Aabach in Risch aufmerksam weiterverfolgen. 
 
Vorstand Gleis 3 Alternative Risch
Irene Widmer, Präsidentin
 
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