Medienmitteilung Alternative – die Grünen

Schon früh haben wir uns gegen den überstürzten und kurzsichtigen Angebotsabbau bei Bahn und Bus gewehrt. Die heute von der Volkswirtschaftsdirektion veröffentlichten Fahrplanänderungen für 2016 sind ein Teilerfolg für die Alternative – die Grünen. So wird die für den Wirtschaftsstandort Zug wichtige S24  wie bisher weitergeführt. Es ist aber klar: Gegen die übrigen Verschlechterungen, insbesondere in Steinhausen, werden wir weiterhin ankämpfen.

Der im Frühjahr 2015 kommunizierte Abbau im Öffentlichen Verkehr hat wohl alle Zugerinnen und Zuger schockiert. Die Kurzsichtigkeit seitens der Volkswirtschaftsdirektion sowie den Nichteinbezug der Gemeinden war frappant. Mit gezielten Vorstössen im Kantonsrat und in den Gemeinden haben  die Alternativen  – die Grünen  sich von Anfang an gegen den Abbau gewehrt. 

S-24 stärkt den Kanton Zug

Die Argumente der Alternative – die Grünen haben die Volkswirtschaftsdirektion überzeugt, die S24 fährt weiterhin bis Mitternacht über Baar nach Zug. Das ist gerade für die vielen Pendlerinnen und Pendler vom Kanton Zürich nach Zug und umgekehrt sehr wichtig. Weitere Erfolge sind die Beibehaltung der Verbindung von Baar Bahnhof in die wachsenden Ortsteile Inwil und Blickensdorf. Die Alternativen – die Grünen werden sich weiterhin in Baar und beim Kanton stark machen, dass diese Angebote auch in künftigen Sparpaketen nicht gestrichen werden. 

Bus-Angebot ungenügend
Massiv verschlechtert wurde das Angebot für die Bevölkerung Steinhausens. Das Dorf liegt nicht direkt an der Hauptlinie Luzern–Zug–Zürich und ist deshalb auf gute Busverbindungen angewiesen. Die Grünen Steinhausen haben diesbezüglich bereits eine Motion zur Stärkung des Busangebots beim Gemeinderat deponiert. Auch den Abbau in Hünenberg und das Streichen von Linien nach 20 Uhr in Berggebieten und grösseren Stadtquartieren akzeptieren wir nicht. Wer am Abend mit dem Bus nicht mehr nach Hause kommt, der nimmt am Morgen bereits das Auto. Wenn sich ein ÖV-Abo nicht mehr lohnt, wird ganz auf den MIV umgestiegen. Diesen Zusammenhang beachtet das Amt für öffentlichen Verkehr leider nicht.

Die Bevölkerung will besseren ÖV
Die Alternativen – die Grünen fordern das verantwortliche Amt, die zuständige Direktion und deren Direktionsleitung auf, von weiteren Schnellschüssen abzusehen. Um die angesprochenen Verbesserungen durchzusetzen und Optimierungen hinzukriegen, bieten wir gerne Hand. Es braucht einen offen Dialog mit der Bevölkerung anstatt Mauscheleien im stillen Kämmerlein. Zug ist ein Wachstumskanton – es braucht gute Bus- und Bahnangebote für die Bevölkerung, wollen wir nicht im Verkehr ersticken und den bereits schlechten ökologischen Fussabdruck der Schweiz weiter verschlechtern. Zudem zeigt die Befragung der Baudirektion nach dem Nein zum Stadttunnel deutlich – die Zuger Bevölkerung wünscht sich gar ein besseres Bahn- und Busangebot, um die Lebens- und Aufenthaltsqualität im Kanton Zug zu verbessern.

Andreas Lustenberger, Kantonsrat Alternative – die Grünenandi.lustenberger@gmail.com