Offener Brief an: Beat Villiger, Landammann Kanton Zug & OK-Präsident Tour de Suisse HUB Zug, Oliver Senn, Generaldirektor Tour de Suisse 2015, und Franz Gallati, Präsident Swiss Cycling.

Sehr geehrter Herr Landammann Beat Villiger,
sehr geehrter Herr Senn,
sehr geehrter Herr Gallati
 
Mit grossem Erstaunen haben wir am 30. Oktober 2014 aus der Neuen Zuger Zeitung entnommen, dass der internationale Rohstoffkonzern Glencore für den Start-/Zielort Zug an der Tour de Suisse 2015 als Hauptsponsor verpflichtet wurde. In vielen Ländern führen Glencores Bergbauprojekte zu irreversiblen Luftverschmutzungen. So zum Beispiel in Sambia. Mehrfach wurde von unabhängigen Medien über die vielen Todesfälle berichtet und trotz internationalen Protesten zeichnet sich keine Verbesserung ab. 

Wir fragen uns, wie die Tour de Suisse, welche das Image eines sauberen Radsports vermitteln möchte, mit einem Unternehmen wie Glencore zusammenarbeiten kann. Einerseits ist es der Tour de Suisse und dem offiziellen Kanton Zug wichtig, dass der gesunde Sportwettkampf unter freiem Himmel ideal durchgeführt werden kann. Und gleichzeitig wird dazu der Rohstoffkonzern Glencore dazu verpflichtet, das Gold-Sponsoring zu übernehmen. Wenn diese sehr namhafte Summe Geld in Glencores Rohstoffabbauländern eingesetzt würde, hätten viele Menschen, darunter vor allem Kinder, eine Chance auf ein gesundes Leben.
 
Mit diesem offenen Brief fordern wie Sie auf, die Sponsoring-Zusammenarbeit mit Glencore zu überdenken und erwarten von Ihnen eine Stellungnahme. Bei Rückfragen oder für ein Gespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
 
Freundliche Grüsse

Andreas Lustenberger, Co-Präsident Junge Grüne Schweiz und Kantonsrat Alternative – die Grünen Zug
Jolanda Spiess-Hegglin, Co- Präsidentin Alternative-die Grünen Zug