Polittalk in der Zuger Woche von Mariann Hess, Kantonsrätin Alternative – die Grünen Unterägeri

Begrenzter Raum erträgt kein unbegrenztes Wachstum. Es braucht verantwortungsvolle Orts- und Zonenplanung, um auch den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte und reichhaltige Umwelt zu erhalten. 
 
Das Ägerital wird als Tourismusregion und schönes Voralpental gepriesen. Eingangs Unterägeri heisst man die Besucherinnen und Besucher mit einem Plakat willkommen,  das  den See und die Hügelzüge des Ägeritals zeigt, wie sie wohl vor 3000 Jahren ausgesehen haben. Umso erstaunter sind die Gäste dann ob all der Villen und Häuserblocks, welche die Hänge schmücken. Den krönenden Abschluss macht ausgangs Oberägeri eine alles dominierende Hochhäuser-Überbauung  mit  Vorstadt-Charakter – und man fragt sich, ob man wohl den Abzweiger verpasst hat.
 
Meine Gedanken richten sich an jene, die sich angesichts der vielen Neubauten und in den Himmel ragender Wälder von Bauprofilen heute fragen, wohin sich Unterägeri bewegt, was noch kommen wird und wann genug ist. Wir können davon ausgehen, dass alles mit rechten Dingen zugeht, also gemäss Bauordnung, Zonenplan und weiteren Verordnungen, wie vom Stimmvolk von Unterägeri bei der letzten Ortsplanungsrevision 2008 bestimmt.  Der Eindruck von Goldgräberstimmung ist trotzdem naheliegend. Denn das Programm heisst maximale Ausnutzung und sofortige Realisation, ehe vielleicht eine Krise dem Boom ein jähes Ende setzt. Schon bald werden Baudirektion und Gemeinde an neuen Zonenplänen schmieden. Die Bau- und Immobilien-Lobby wird dabei      nicht beiseite stehen. Wer glaubt, in zehn Jahren würden keine neuen Flächen eingezont, wie heute zur Beruhigung versichert wird, dürfte sich wohl täuschen. Doch Nachhaltigkeit wäre dann gefragt und keine weitere Zersiedelung. 
 
Über die Ortsplanung müssen wir uns jetzt schon Gedanken machen. Planen muss man im Voraus. Nur so haben wir die Chance, eine Gegenbewegung zur  Wachstumsgesellschaft aufzubauen. Die Grüne Partei Unterägeri setzt sich dafür ein, sie ist die Alternative – und freut sich auf jede Unterstützung.
 
 
Mariann Hess, Kantonsrätin Alternative – die Grünen, Unterägeri