Postulat der Altenativen Fraktion 

Photovoltaikpanels entlang von bestehenden Verkehrsträgern und auf Industriebauten 

Der Zuger Regierungsrat wird ersucht, die Installation von Photovoltaikanlagen auf Lärmschutzwänden entlang von bereits bestehenden Verkehrsträgern und  auf Industriebauten zu prüfen sowie entsprechende Richtlinien zu erarbeiten, die eine Installation unter bestimmten Bedingungen für verbindlich erklären.  
 
Begründung:
Bestehende, bereits durch Tief- und Hochbauten besetzte Flächenressourcen sollen einer zusätzlichen Nutzung durch Solaranlagen, so genannten Photovoltaikpanels, zugeführt werden: Das freie Platzpotential entlang von Bahnschienen, Strassen und an Fassaden von Industriegebäuden wäre in der Schweiz mehr als ausreichend, um auf diese Weise den gesamten Haushaltsstrom abzudecken.  

Die Installation von Solarpanels auf respektive an Industriebauten und insbesondere entlang von bestehenden Verkehrswegen ist realistisch und wirtschaftlich, wird derzeit und zukünftig doch immens in Schallschutz wie zunehmend auch in Solarenergie investiert. Die Flächenkosten für Bauherren könnten einerseits durch Nutzung bereits bestehender Bauteile reduziert werden, andererseits, indem Schallschutzwände als Kraftwerke genutzt würden. Eine Doppelnutzung bestehender Bauten bringt deshalb langfristig auch ökonomische Vorteile. Die technologische Entwicklung im Bereich Photovoltaik schreitet mit grosser Geschwindigkeit voran, in den letzten 20 Jahren wurden auch in der Schweiz entsprechende Erfahrungen gemacht und Pilotprojekte (bspw. in Wallisellen) mit Erfolg umgesetzt.  

Für 2010 rechnet man generell mit der Versorgung von 5 Millionen EuropäerInnen durch Solarstrom. Durch Massenfertigung und Standardisierung in der Branche werden die Produktionskosten laufend gesenkt werden können.
Die nachhaltige Verwendung von Alternativenergien könnte mit einer Doppelnutzung von bereits bestehenden Lärmschutzwänden und Industriebauten weiter einen allmählichen Sinneswandel unterstützen: Der Werbeeffekt bei AutofahrerInnen oder Zugreisenden bzw. die Sensibilisierung der Bevölkerung ist nicht zu unterschätzen – es handelt sich um permanente Öffentlichkeitsarbeit durch die Betreiber der Anlagen im Sinne einer innovativen, zukunftsorientierten Energiegewinnung.

Antrag SVP:
Nichtüberweisung

Liebe Kolleginnen und Kollegen

In der Krise ist es wichtig, dass der Staat innovative Ideen unterstützt oder auch vorschlägt. Innovationen, die der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Umwelt zugute kommen. Vor allem, wenn solche Ideen bewährt sind.
Genau das ist der Fall bei Photovoltaik-Panels entlang von Strassen und auf Industriebauten. Vor gut einem Jahr hat eine breite Koalition von links bis in die Mitte im Kanton Zürich solche Solarzellen auf Lärmschutzwänden an der Autobahn gefordert. Im Parlament fand die Idee eine grosse Mehrheit.

Nicht nur ist die Idee gut und zukunftsträchtig. Der Kanton Zürich hat uns auch schon Vorarbeit abgenommen. Wir können nun von den Zürcher Abklärungen profitieren und Synergien nutzen. Es gibt genügend Verkehrsbauten und Industrieanlagen im Kanton Zug, wo solche Panels montiert werden können.

Ich bitte Sie deshalb: überweisen wir dieses Postulat. Lassen wir es prüfen. Und dann können wir entscheiden, ob es ein richtiger Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit ist.

Herzlichen Dank!