Ich spreche als Motionär wie auch als Fraktionssprechender für die AGF. Regierung, Kommission wie Stawiko schlagen vor, die Motion von mir und Vroni Straub bezüglich Pensenerhöhung der Zuger Polizei als teilweise erheblich zu erklären im Sinne der inhaltlichen Zustimmung, jedoch sollen statt 8 nun 6 Stellen geschaffen werden. Zudem kündigt die Regierung den Ausbau um weiter 5 Stellen via Pragma an. Dafür danke ich allen. Motionäre wie AGF stimmen zu.
 
Ich betone, jede einzelne Gewalttat ist eine zu viel und die bessere Statistik nutzt dem / der einzelnen Betroffen nichts. Wie die Sicherheitsdirektion und die Kommission will ich an dieser Stelle trotzdem festhalten, dass die Sicherheit im Kanton Zug und auch in der Stadt Zug hoch ist. Sie hat in den letzten Jahren sogar zugenommen – entgegen der marktschreierischen Argumentation einer SVP. Ich bitte Sie auch, sich zu merken, dass die Jugendgewalt abnehmend ist. Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung hat in den letzten Jahren laut Analyse der Sicherheitsdirektion ebenfalls gleich geblieben bzw. sogar leicht zugenommen.
 
Dennoch gibt es ein vermehrtes Bedürfnis nach präventiver Polizeipräsenz – dies hatte der Sicherheitsbericht der Stadt Zug gezeigt und darum verlangte die Stadt auch mehr Patrouillen, worauf letztlich die Motion von uns zwei Stadtzugern gründete. Diese Patrouillen ollen und müssen durch die Polizei und allenfalls durch die Sicherheitsassistenz geleistet werden – und nicht wie die SVP in ihrer Interpellation vorschlägt durch Bürgerwehren. Denn diesen – das schreibt die Regierung richtig – fehlt die Legitimität, Personen anzuhalten, Personalien zu verlangen oder Personen zu durchsuchen. Alleine die Polizei kann polizeilichen Zwang ausüben und das ist auch richtig so. Wenn sie diese Stellen hier bewilligen sind solche fragwürdigen bis illegalen Aktionen auch nicht notwendig.
 
Noch ein Blick zurück. Im September 2008 hat dieser Rat hier den Antrag der Alternativen auf 17,5 neue Polizeistellen abgelehnt und nur 7,5 bewilligt. Mit uns gestimmt haben nur 7 weitere Bürgerliche. Nun werden wir als mit diesen 6 plus den zusätzlichen 5 Pragmastellen diese alte Forderung von uns allgemein anerkannt. Der Lernprozess der SVP ist dabei beachtlich – ähnlich wie beim Thema Sichheitsassistenz. Auch dort waren es die Alternativen, die dem von Beginn weg zustimmten und die SVP,  welche zuerst Nein stimmte und dann mit Vorstössen wieder mehr Sicherheitsassistenten forderte.
 
Ich gebe meiner Hoffnung Ausdruck, dass die SVP und andere Law-and-Order-Exponenten künftig statt nach mehr Sicherheit zu rufen, selber auch von Beginn weg etwas dafür machen.
 
Wichtig ist mir noch,  wo die Polizei diese Stellen einsetzt. Dazu gab es auch in der Kommission eine Diskussion. Gemäss unserer Motion braucht es ganz klar mehr Präsenz und Prävention – eben die Doppelpatrouillen in der Stadt Zug. Ein Augenmerk ist aus unserer Sicht auf die Gefährlichkeit des Verkehrs zu richten. Gemäss Verkehresstatistik 2009 der Zuger Polizei sieht die Bevölkerung im Strassenverkehr die grösste Gefahr für sich. Auch zeigt die Statistik, dass es hier am meisten Tote, Schwerverletzte und Leichtverletzte gibt – mehr als bei Vergehen nach Strafgesetzbuch. Und 60% der Verkehrsunfälle finden innerorts statt. Hier sind die Schwerpunkte zu setzen – für mehr Sicherheit gerade von Kindern und auch Erwachsenen.