Am 7. Februar 1971 haben die Zuger gemeinsam mit den Schweizern das Frauenstimm- und Wahlrecht eingeführt. Die Regierung wird eingeladen, den 50. Geburtstag dieses Ereignisses, das im Kanton Zug eine besondere Bedeutung hat, gebührend zu feiern – möglichst gemeinsam mit den Gemeinden.

Begründung

Am historischen 7. Februar 1971 haben die Zuger sowohl das eidgenössische als auch das kantonale und kommunale Frauenstimm- und Wahlrecht eingeführt. Bei der eidgenössischen Vorlage stimmten 59.9% der Zuger Ja. Bei der kantonalen Vorlage war der Ja-Anteil leicht höher und betrug 62,5%.

Bereits vor 1971 hatten neun andere Kantone den Frauen das kantonale und kommunale Stimm- und Wahlrecht zugesprochen. Am 7. Februar 1971 kamen vier dazu, darunter Zug. Damit befand sich der Kanton Zug im Mittelfeld. Mit 66,3% war die Stimmbeteiligung in Zug überdurchschnittlich hoch, auch gesamtschweizerisch war sie mit 57,7% hoch für eine eidgenössische Abstimmung (in den 1960er Jahren war die Stimmbeteiligung im Durchschnitt auf 41% gesunken).[1]

Der Kanton Zug hat 2002 den 650. Jahrestag des Beitritts zur Eidgenossenschaft gross gefeiert. Bereits vier Jahre zuvor hatte er den 150. Geburtstag des Bundesstaates würdig begangen. In dessen Geschichte gehört die Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechts zu den wichtigsten und erfreulichsten Entscheiden und Ereignissen. Im Kanton Zug bekommt der 50. Geburtstag eine zusätzliche Bedeutung, weil hier das Frauenstimm- und Wahlrecht am gleichen Tag auf allen drei Staatsebenen eingeführt wurde.

 

Unterzeichnet

Tabea Zimmermann Gibson, Stéphanie Vuichard (beide ALG Zug) und Esther Haas (ALG Cham)

[1] Weiterführender Link für weitere Details: http://demokratie.geschichte-schweiz.ch/chronologie-frauenstimmrecht-schweiz.html