Der Regierungsrat wird eingeladen, dem Kantonsrat eine Vorlage zu unterbreiten, welche für die Zuger Bevölkerung Förderbeiträge für die Neuanschaffung von Haushaltgeräten während eines limitierten Zeitraums oder 1,5 Mio. Franken als Obergrenze vorsieht. Folgende Elektrohaushaltgeräte sollen bei einem Neukauf subventioniert werden: Kühl- und Gefriergeräte (ab 180 Liter), Waschmaschinen, Tumbler, Geschirrspüler.
 
Die Förderbeiträge sollen
Fr. 200.- für einen Kühlschrank (ab 180 Liter) oder ein Gefriergerät und
Fr. 400.- für eine Waschmaschine, eines Wärmepumpen-Tumblers oder eines Geschirrspülers ausmachen.
 
Um von einem Förderbeitrag profitieren zu können, müssen neu anzuschaffende Geräte zwingend auf der von EnergieSchweiz geführten Liste der stromeffizienten Apparate aufgeführt sein, also wo möglich mit Effizienzklasse A++ (falls keine vorhanden: Effizienzkategorie A+). Der Kanton definiert die Modelle und erstattet den Beitrag.
 
Begründung:
Die Förderbeiträge sind ein Anreiz Haushaltgeräte, die ein gewisses Alter aufweisen, zu ersetzen. Diese sind mit einem Anteil von 60 Prozent die grössten Elektrizitätsverbraucher in einem typischen Haushalt. Entsprechend gross ist das Energiesparpotenzial, wenn alte Geräte durch solche mit deutlich besserer
Energieeffizienz ersetzt werden.
 
Der Betrag von 1,5 Mio. Franken reicht zum Beispiel für 3750 Waschmaschinen oder 7500 Kühlschränke. Eine hohe Anzahl ist wichtig, damit nicht nur die Neubauten von solchen Haushaltgeräten einen Gewinn haben, sondern dass vor allem bestehende und Altwohnungen mit neuen Geräten ausgerüstet werden können.
 
Die Aktion soll zeitlich beschränkt werden zum Beispiel auf ein Jahr. Ihr Hauptziel ist es vor allem Zuger Haushalte auf die Problematik des hohen Stromverbrauchs von Haushaltgeräten aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. Daher kann die Aktion zeitlich beschränkt werden. Insbesondere geht es darum, die Energieklassen dieser Geräte bzw. ihre Auswirkung bekannter zu machen.
Zum Beispiel ist ein Kühlschrank der Klasse A++ hocheffizient, weil er weniger als 30 Prozent des Standard-Energieverbrauchs gemäss EU-Richtlinie konsumiert. Bei A+ sind es noch 30-42 Prozent und bei A 42-50 Prozent.
 
Andere Kantone wie Basel-Stadt, St. Gallen oder Zürich haben ähnliche Aktionen als Sensibilisierungskampagnen erfolgreich durchgeführt.