Postulat Charta Lohngleichheit

Die Alternative – die Grüne Kantonsratsfraktion hat heute ein Postulat zur Unterzeichnung der Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor eingereicht. Bis jetzt haben 12 Kantone und 24 Gemeinden die Charta vom Bund unterschrieben.

Leider weigert sich der Zuger Regierungsrat die Lohncharta zu unterzeichnen und damit eine aktive Vorbild Rolle in Sachen Lohngleichheit zu übernehmen. Die Charta richtet sich nicht nur an die direkt vom Kanton angestellten Personen, sondern sie erfasst auch dem Kanton nahestehende Körperschaften und Unternehmen, die mit dem Kanton geschäftliche Vereinbarungen treffen.

Lohnungleichheit ist tragischerweise im 21. Jahrhundert immer noch ein Fakt und dies widerspricht somit der Bundesverfassung. Die Alternativen – die Grünen setzen sich für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen die gleichen Rechte und Chancen haben.

Kantonsratsfraktion Alternative – die Grünen
Postulat – 31. Oktober 2017

Lohngleichheit im Kanton Zug

Der Regierungsrat wird eingeladen, die «Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor» zu unterzeichnen und die darin bezeichneten Massnahmen zur Schaffung von Lohngleichheit einzuleiten.

Begründung

Aktuell weigert sich der Regierungsrat die «Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor», mit der Behauptung, dass im Kanton Zug Lohngleichheit im öffentlichen Sektor besteht. Ob dies der Fall ist bleibt offen, da er sich auch gegen eine entsprechende Überprüfung stellt. Schweizweit existiert im kantonalen öffentlichen Sektor immer noch ein Lohnunterschied von 16.4 Prozent. Davon sind knapp 7 Prozent (ungefähr 600 Franken monatlich) nach wie vor unbegründet (Quelle: Lohnstrukturerhebung LSE 2014, Bundesamt für Statistik BFS). Die Regierung soll im Rahmen der in der Charta bezeichneten Massnahmen überprüfen, inwieweit davon auch der Kanton Zug betroffen ist.

Der kantonale öffentliche Sektor hat Vorbildfunktion: Reale Lohngleichheit bei den kantonalen Angestellten hat Signalwirkung auch gegenüber dem Kanton nahestehende Institutionen. Die Charta richtet sich denn auch nicht nur an die direkt vom Kanton angestellten Personen, sondern sie erfasst auch dem Kanton nahestehende Körperschaften und Unternehmen, die mit dem Kanton geschäftliche Vereinbarungen treffen.