Der Regierungsrat wird eingeladen, durch folgende Massnahmen, den Ersatz von mangelhaften Fenstern und Schaufenster zu fördern:
 
Information der Eigentümer/innen über mögliche Energieeinsparungen beim Einsatz gut isolierender Fenster sowie über die Möglichkeit, Ersatzkosten steu-erlich anrechnen zu lassen.
Diese Information soll im Rahmen der Tätigkeit der kantonalen Energiefach-stelle stattfinden.
 
Budgetierung einer Kostenbeteiligung beim Ersatz von sanierungsbedürftigen Fenstern.
Diese Kostenbeteiligung soll auf 30% der effektiven Kosten beschränkt sein und während maximal 5 Jahren gewährt werden.
 
Begründungen 
 
Einfach verglaste Fenster sind oft ungeahnte und enorme Energieverschleude-rungs-Anlagen. Diese Tatsache wurde durch eine stichprobenweise Analyse aufgedeckt, die auf Initiative von André Masson, Baar im Laufe des Winters 2007-2008 durchgeführt wurde. 
 
Der Energieverlust kann wie folgt veranschaulicht werden: Bei einer normal di-cken Scheibe eines Schaufensters mit einer Fläche von 10m2 und bei einer Wärmedifferenz von 17 Grad (z.B. 3 Grad Aussen- und 20 Grad Innentemperatur) entspricht der Verlust ca. 1’000 Watt bzw. 10 Hundert-Watt-Lampen, welche im Dauerbetrieb brennen.
 
Üblicherweise wird der Ersatz eines bestehenden Fensters erst bei einem Glas-bruch oder bei einer Totalsanierung eines Gebäudes in Erwägung gezogen, da die Kosten für eine energetisch effizientere Lösung nicht unerheblich sind. Zur Erhöhung der Motivation für das vorgezogene Auswechseln des Fensters ist eine gezielte Information der betreffenden Hauseigentümer/innen unerlässlich. Eine Kostenbeteiligung seitens des Kantons wirkt sich zusätzlich positiv aus. 
 
Im Weiteren wird auf die vier ersten Begründungen in der Motion "Energieein-sparung dank Wärmebildkamera" verwiesen.