Der Regierungsrat wird aufgefordert angesichts der aktuellen COVID-19-Krise und komplementär sowie in Abstimmung mit der wirtschaftlichen Unterstützung durch den Bund Kleingewerbler sowie Selbstständige unbürokratisch zu unterstützen.

 

Begründung

Die aktuelle COVID-19 Krise und damit einhergehenden Einschränkungen betreffen alle. Der Bundesrat hat wirtschaftliche Unterstützung zugesichert. Doch davon profitieren primär grössere Unternehmen und KMU mit mehr als zehn Mitarbeitenden. Selbstständige und Kleingewerbler und damit auch die meisten Kulturschaffenden profitieren davon gegenwärtig nicht. Dies kann schnell zum Ruin führen, denn auch sie verlieren Aufträge und Engagements en masse.

Wie diese Unterstützung aussieht und welche Instrumente hierfür geschaffen werden, wird dem Regierungsrat überlassen und soll komplementär und in Abstimmung mit der wirtschaftlichen Unterstützung durch den Bund erfolgen. Sollte der Bund hier (hoffentlich und richtigerweise) selbst entsprechend aktiv werden, erübrigen sich kantonale Massnahmen.

Neben zinslosen Darlehen und Überbrückungskrediten soll der Regierungsrat auch Direktzahlungen prüfen. Das Kleingewerbe und Selbstständige bilden zusammen mit den KMU’s das Rückgrat der lokalen Wirtschaft – die Kulturschaffenden sind das Rückgrat des lokalen Kulturlebens. Diese sollen auch nach der Corona-Krise den Zugerinnen und Zugern ihre Dienstleistungen anbieten können. Entsprechend braucht es möglichst rasche und unbürokratische Unterstützung. Werden diese nicht heute unterstützt, landen sie je nachdem schon demnächst im Ruin. Die Folge davon wäre die entsprechende Belastung der Sozialhilfe. Dies ist volkswirtschaftlich nicht nachhaltig.

Es wird beantrag, dieses Postulat gemäss GO §45 Abs. 2 sofort zu behandeln.