Auch dank externen Faktoren wie höheren SNB-Ausschüttungen und der Steuerrevision STAF erwirtschaftet der Kanton Zug im Jahr 2020 einen massiven Überschuss. Für die ALG ist klar, dass dieser finanzielle Spielraum genutzt werden muss, um von der Covid-Krise betroffene Personen und Unternehmen zu unterstützen. Zudem ist die aktuelle wirtschaftliche Lage unsicher, der Kanton Zug braucht ein finanzielles Polster. 

Weitere Steuersenkungen wären in dieser Situation unwirksam und gefährlich. Der Kanton Zug weist bereits heute die schweizweit tiefsten Steuersätze auf1. Es gibt keinen Grund, den nationalen und internationalen Steuerwettbewerb mit seinen negativen Folgen weiter anzuheizen. Unüblich ist die Kommunikation eines provisori- schen Jahresabschlusses zwei Monate vor Bekanntgabe des offiziellen Jahresabschlusses 2020. Ein Schelm ist, wer darin eine Einmischung in den Abstimmungs- kampf über die Corona-Steuersenkung vom 07. März sieht. 

Die Faktenlage bleibt jedoch die Gleiche: Menschen und Unternehmen, welche in der Krise auf Unterstützung angewiesen sind, sparen mit dieser Steuersenkung keinen Rappen, da bereits vor der Krise 60% der Zuger Unternehmen keine Steuern zahlten. Umso mehr hilft diese Steuersenkung nur Krisengewinner*innen und Millionär*innen. Künftige Herausforderungen wie ein innovatives Bewältigen der Klima- krise bedingen genügend finanzielle Mittel.