Im nächsten Jahr wird die Initiative der Grünen für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Kreislaufwirtschaft) zur Abstimmung kommen. Doch bereits heute können wir Massnahmen ergreifen, um den Ressourcenverbrauch zu verringern.

Das eigentliche Ziel der Initiative ist der ökologische Umbau der Wirtschaft. Dieser ist wichtig, denn die Klimaveränderung, der zunehmende Ressourcenverbrauch, wachsende Abfallberge sowie die schädlichen Emissionen zeigen deutlich, dass unser ökologischer Fussabdruck viel zu gross ist. Der ökologische Umbau der Wirtschaft ist nicht nur umweltpolitisch notwendig, er ist auch volkswirtschaftlich sinnvoll. Investitionen in eine ökologische Wirtschaft schaffen Arbeitsplätze und sichern die Wettbewerbsfähigkeit von in der Schweiz ansässigen Betrieben. Grünes Wirtschaften hat Zukunft. Um den Umbau zu einer Grünen Wirtschaft voranzutreiben bedarf es Massnahmen. Es sind dies unter anderem die Bereiche Recycling, Reparieren, Wiederverwenden, Ressourceneffizienz oder Angebote zum gemeinsamen Nutzen von Gegenständen (Sharing).

Jede Person in der Schweiz produziert im Jahr 700 kg Haushaltsabfälle. Kaum ein anderes Land in Europa erzeugt so viel Abfall. Vor allem bei Kunststoffen, Verpackungen und Nahrungsmittelabfällen besteht Handlungsbedarf. Das Recycling der Siedlungsabfälle stagniert in der Schweiz seit Jahren bei etwa fünfzig Prozent. Bei Kunststoffen werden nur gut zehn Prozent der Abfälle recycelt. Doch Recycling ist wichtig und muss gestärkt und ausgebaut werden, damit genügend Rohstoffe für alle da sind, ohne die Umwelt zu zerstören. Auch muss der Recyclings-Ausbau von Phosphor, Metallen, Bioabfällen, Sand und Kies mehr gefördert werden.

In Zukunft sollen alle Kunststoffarten wiederverwertet werden. Dass fast alles Plastik recycelt werden kann, zeigt zum Beispiel die Inno Recycling AG in Eschlikon TG. Das Problem besteht beim Sammeln: In Zukunft sollen Kunststoffe in allen Supermärkten und Entsorgungshöfen abgegeben werden können.

 

Hanni Schriber-Neiger, Kantonsrätin, Alternative-die Grünen, Rotkreuz

Polittalk Zuger Woche: 17. Juni 2015