Kosten (230 Millionen!) und Nutzen liegen beim „Kantonsratsbeschluss betreffend Rahmen- und Objektkredit für die Planung und den Bau der ’Umfahrung Cham – Hünenberg’ sowie für den Landerwerb“ vom 1. Juni 2006 in keinem Verhältnis.
Die Kammern B und C zusammen mit flankierenden Massnahmen haben eine hohe Entlastungswirkung für das Chamer Dorfzentrum und kosten nur  63 Millionen.
Die beiden weiteren Kammern A und D haben einen hohen Landverschleiss und zerstören wichtige Naherholungsgebiete.

Niemand bestreitet, dass in Cham etwas zur Entlastung des Dorfzentrums unternommen werden muss!
Bei einem Nein des Stimmvolkes zum Rahmenkredit im November 2006 kann unverzüglich ein neuer Kantonsratsbeschluss mit den unbestrittenen Kammern B und C vorgelegt werden. Diese beiden Kammern liegen mit Kosten von 63 Millionen innerhalb der finanziellen Schmerzgrenze, bringen den erhofften Nutzen und sind im Kanton mehrheitsfähig.

Fünf gute Gründe für das Referendum:

•           230 Millionen müssen vor das Volk
Der Rahmenkredit über 230 Millionen ist der grösste Betrag, den der Kantonsrat je bewilligt hat. Mit der Ablehnung des Behördenreferendums hat er diesen Kredit der Volksabstimmung entzo-gen.

•  Zu wenig Nutzen
Aufwand (230 Millionen) und Ertrag (Verkehrsreduktion) stehen in keinem Verhältnis zueinander. Mindestens 12’000 Autos pro Tag werden auch nach der Realisierung des gesamten Projektes weiterhin durch Cham fahren. Heute sind es 21’000 Autos pro Tag.

•  Kammern A und D braucht es nicht
Der Landverschleiss und die Eingriffe in die Natur für die Kammern A und D stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen, den sie bringen. Die Wirkung dieser beiden Kammern kann auch mit ent-sprechenden flankierenden Massnahmen und dem 6-Spur-Ausbau der A4 erreicht werden.
Kammer A zerschneidet ein wichtiges Naherholungsgebiet, frisst wertvolles Landwirtschaftsland und ist sehr kostspielig. Die gleiche Entlastungswirkung wird durch die zusätzliche separate Fahrspur im Rahmen des 6-Spur-Ausbau der A4 zwischen Lindencham und Blegi erzielt.
Kammer D benötigt am meisten Landwirtschaftsland und hat die geringste Entlastungswirkung. Sie zerstört das für die Hünenberger wichtige Naherholungsgebiet Langholz. Die gleiche Verkehrswirkung ist mit dem Ausbau des Autobahnknoten Rotkreuz und flankierenden Massnahmen auf der Holzhäusernstrasse zu erreichen.

•  Wichtige Fragen noch nicht geklärt
Die sonst übliche Unterteilung in Projektierungs- und Baukredit wird mit dem Rahmenkredit unter-laufen. Dabei sind wichtige Fragen noch gar nicht geklärt – so zum Beispiel der Knoten Alpenblick, der die vorausgesagten Verkehrsmengen gar nicht bewältigen kann. Die flankierenden Massnahmen sind nur sehr summarisch aufgezeigt. Wir kaufen die Katze im Sack.

•  Finanzielle Geisterfahrt
Die Regierung ist nicht in der Lage und auch nicht willens, die Finanzierung der Strassenbaupro-jekte im kantonalen Richtplan aufzuzeigen. Es steht fest, dass die zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen werden. Erhöhungen der Motorfahrzeugsteuer sind umstritten und werden schon im Kantonsrat keine Chancen haben. Das mit maximal 230 Millionen CHF völlig überrissene Projekt Umfahrung Cham-Hünenberg stellt somit die Realisierung anderer Projekte (z.B. Stadttunnel in Zug) in Frage.


230 Millionen gehören vor das Volk!
Unterschreibe auch Du das Referendum,  damit  Zugerinnen und Zuger  über dieses Megaprojekt bestimmen können!