Medienmitteilung

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Die Schaffung eines zentralen Waffenregisters ist seit Jahren eine offizielle Forderung des Kantons Zug. Eine öffentliche Erklärung der Regierung im jetzigen Moment könnte den Ausschlag für die tatsächliche Umsetzung geben.

 
Wiederholt hat die Zuger Regierung in Vernehmlassungen des Bundes, in öffentlichen Stellungnahmen und in Gesprächen mit den Bundesparlamentariern die Schaffung eines zentralen Waffenregisters verlangt. So schrieb sie bereits 2003 in der Vernehmlassung dazu: „Auch wir sind der Auffassung, dass angesichts des mit dem Besitz von Feuerwaffen verbundenen Gefährdungspotentials ein grosses öffentliches Interesse daran besteht, bei Bedarf eine Identifikation der Waffen und ihrer Besitzer zu ermöglichen.“ Oder im Jahre 2008 schrieb der Regierungsrat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Alternativen Grünen Fraktion: „Auch der Regierungsrat in der neuen Zusammensetzung begrüsst die Forderung eines zentralen, nationalen Waffenregisters. Er wird die eidgenössischen Parlamentarier unseres Kantons darüber orientieren.“ Leider stiess sie damals nur bei einem der fünf Mitglieder auf offene Ohren. Als der Nationalrat im März 2009 die Motion Lang „Schaffung eines zentralen Waffenregisters“ annahm, erklärte sich dieser Abstimmungserfolg auch aus der klaren Haltung der Zuger Regierung. Leider lehnte der Ständerat diesen Fortschritt dann jedoch wieder ab.
 

Das zentrale Waffenregister hat in der aktuellen Diskussion nun echte Chancen, verwirklicht zu werden. Eine öffentliche Erklärung der Zuger Regierung könnte den Ausschlag geben. Wir finden, dass deren Engagement für ein zentrales Waffenregister, bei dem es um Menschenleben geht, nicht weniger wichtig ist als das Engagement in Sachen Neuer Finanzausgleich (NFA), wo es ums Geld geht und sich die Regierung ebenfalls stark engagiert.
 

Weitere Informationen erhalten sie von

Andreas Hürlimann, Co-Präsident Alternative – die Grünen Zug