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Regional, saisonal und fair einkaufen ist nicht so einfach

Wir wollen uns gesund, mit möglichst frischen, fair produzierten Produkten ernähren. Es ist uns wichtig, dass Fleisch von Tieren stammt, die nicht gequält werden. Viele bemühen sich, saisonal und regional einzukaufen. Angesichts der vielen Produkte im Regal ist das aber gar nicht immer so einfach. Speziell in Restaurants wissen wir oft nicht, was genau auf unserem Teller landet. Mit überhöhten Preisen für allenfalls schlechte Produkte über den Tisch gezogen werden, wollen wir auch nicht.

«Frische Ananas aus Frankreich – das ist ja nicht weit», denkt der Konsument und merkt nicht, dass die Frucht aus Frankreichs Überseegebieten stammt. «Erdbeeren im Januar aus Spanien – das ist ja auch gleich um die Ecke» – doch die Konsumentin merkt nicht, dass sie unter Plastikkanälen auf den kanarischen Inseln stammen. «Toll, Schweizer Tomaten!» – energieaufwändig produziert im Gewächshaus. Klare Deklarationen werden oft unterdrückt, um unsere Kaufentscheide zu beeinflussen. Saisonal und regional einkaufen ist ohne umfassende Information nicht einfach. Die Fairfood-Initiative fordert bessere, transparentere Deklarationen für Lebensmittel.

Wie ist es möglich, dass Importeier für weniger als die Hälfte des Preises von Schweizer Eiern verkauft werden können? Sind unsere Bauern Abzocker? Im Gegenteil: Tiefere Tierschutzstandards und laschere Kontrollen andernorts machen es möglich. Es ist unfair, dass sich unsere Bauern für das Tierwohl einsetzen müssen, den Konsumenten aber die Vergleichbarkeit fehlt. Die Fairfood-Initiative fördert durch bessere Aufklärung artgerechte Tierhaltung und faire Arbeitsbedingungen.

Wenn es nicht egal sein soll, was auf unserem Teller landet und wir z.B. auch im Restaurant darauf vertrauen wollen, Essen aus nachhaltiger und artgerechterer Haltung zu konsumieren, dann ist es an der Zeit, ein Zeichen zu setzen. Unterstützen Sie am 23. September mit einem überzeugten «Ja!» die Fairfood-Initiative.