Die Alternative-die Grünen sind überwältigt, dass auch die Zugerinnen und Zuger den Rentenklau deutlich abgelehnt haben. Die Bevölkerung, auch die Jugend, setzt auf die Solidarität unter den Generationen. Die grosse Verliererin ist die mit den Privatversicherungen besonders eng verfilzte FDP. Der verleumderische Slogan von den „linken Dieben“ fällt voll auf die Abzocker-Partei zurück. Dass zwei Drittel der Zugerinnen und Zuger Nein gestimmt haben, ist um so bemerkenswerter, als alle bürgerlichen Kantonalparteien die Ja-Parole beschlossen hatten.
Die Angstkampagne der Gegnerschaft, wonach die 2. Säule ohne eine Senkung des Umwandlungssatzes nicht mehr finanzierbar gewesen wäre, hat glücklicherweise nicht gewirkt. Wir werten diesen Volksentscheid als ein Zeichen der Solidarität zwischen den Generationen sowie als ein Bekenntnis zum Altern in Würde ohne finanziellen Sorgen. Eine Senkung des Umwandlungssatzes hätte gerade Leuten mit bescheidenen Einkommen grosse finanzielle Einbussen gebracht.
Es ist unbestritten, dass Handlungsbedarf besteht. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Verwaltungskosten massiv verringert werden, weil so viel mehr Geld eingespart werden kann als mit einer Senkung des Umwandlungssatzes. Es ist die Rede von acht bis zehn Milliarden Franken Sparpotenzial. Wir verlangen auch, dass die Gewinnausschüttung geregelt wird. Die Gewinne müssen in die Taschen der Versicherten anstatt in die Taschen der Versicherungen fliessen. Deshalb verlangen wir mit den Schweizer Grünen die Einführung einer unabhängigen Aufsichtsbehörde.
Wir bedauern, dass das Tierschutzgesetz nicht konsequent angewendet werden kann dank der schweizweiten Einführung des Tierschutzanwaltes. Ein Ja hätte einer angemessenen, umsetzbaren und finanzierbaren Lösung den Weg geebnet. Nun sind die Kantone gefordert, sich ein Beispiel am Kanton Zürich zu nehmen und selbst einen Tierschutzanwalt oder eine Tierschutzanwältin einzuführen.
Die Annahme des Verfassungsartikels bedeutet ein klares Votum der Bevölkerung für eine Regelung der  Forschung am Menschen. Die Grünen werden sich in der kommenden Gesetzesberatung mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass die Schranken eng gesetzt werden. Denn für uns ist klar, dass der Schutz der Menschenwürde immer über der Forschungsfreiheit stehen muss.