Gut vor einem Jahr war der so genannte Sozialhilfe –Missbrauch in der Stadt Zürich das grosse Thema. Es wurde eine spezielle unabhängige Fachgruppe eingesetzt und alle Sozialfälle wurden untersucht. Das Resultat nur 2.6 Prozent oder 12 Dossiers der total 473 Fälle, die in den beanstandet und schliesslich überprüft wurden, wiesen tatsächlich Mängel auf und hatten finanzielle Folgen für die Stadt. 10 Fälle waren in der Zwischenzeit bereits korrigiert worden.

So machte der verbleibende finanzielle Schaden noch 0.1 Prozent der Unterstützungsleistungen aus, welche die Stadt über einen Zeitraum von 2 Jahren an alle geprüften Fälle ausbezahlte. Dies sind die Ergebnisse einer externen, bürgerlich präsidierten Untersuchungskommission.
Die Untersuchungskommission nannte als Problematik die hohen Fallzahlen, unnötige Bürokratie und die fehlende Zeit fürs Kerngeschäft. Das Kerngeschäft ist nämlich die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt.
Die Sozialhilfe und die Sozialarbeiterinnen und –arbeiter brauchen also genügend Ressourcen, damit sie ihren Aufgaben nachgehen können. Das ist die effektivste „Missbrauchskontrolle“. Was die gut arbeitende Zuger Sozialhilfe nicht braucht, das sind zusätzliche Inspektoren.

Wenn man schon Inspektoren einstellen will im Interesse der Staatsfinanzen, dann hätten wir einen anderen Vorschlag: Helfen Sie der Steuerverwaltung. Stellen Sie dort zusätzliche Inspektoren ein. Denn wie das Manager-Magazin schreibt: Steuerhinterziehung ist der älteste Volkssport der Welt. Und weil wir in Zug besonders viele vermögende Steuerzahler haben, kommt dort auch sicher etwas zusammen.

Mit anderen Worten: Nein, diese Motion müssen wir nicht erheblich erklären.

Herzlichen Dank.
Rupan Sivaganesan