Egal wie man es dreht und wendet: 2.1 Milliarden Franken Steuerausfälle werden bei Annahme der STAF-Steuervorlage für den Bund, Kantone und Gemeinden resultieren. Dieses Geld wird irgendwo eingespart werden müssen. Sei es in der Bildung, im Verkehr oder im Gesundheitswesen. Gleichzeitig heizt die Steuervorlage den Steuerwettbewerb weiter an. Ländern des globalen Südens werden weiterhin Milliarden entzogen und Grossunternehmen können ihre Gewinne in die Schweiz verlagern. Das ist kein ausgewogener Kompromiss, sondern alter Wein in neuen Schläuchen. Die Alternative zum AHV-Steuermurks liegt jedoch auf der Hand: Alte Steuerdumpingmodelle sollten nicht einfach durch neue ersetzt, sondern definitiv abgeschafft werden. Die Bevölkerung hat 2017 bereits einmal Nein zu Milliardengeschenken für Grossunternehmen gesagt. Ich bin zuversichtlich, dass sie es auch am 19. Mai tun wird.

Luzian Franzini, Co-Präsident Junge Grüne Schweiz, Zug