Medienmitteilung vom 21. August 2013, Alternative – die Grünen Kanton Zug

Der im Kanton Zug ansässige Rohstoffriese Glencore Xstrata organisiert sich nach der Fusion neu und schreibt Milliarden ab. Um dann eine Steuergutschrift von 163 Millionen Dollar zu erhalten. Die Alternativen – die Grünen des Kantons Zug verurteilen solche Steueroptimierungstricks und werten sie als Affront gegenüber dem Zuger Gewerbe und der einheimischen Bevölkerung.
 
Ohne Berücksichtigung dieses Abschreibers in den Büchern kommt Glencore Xstrata in den ersten sechs Monaten 2013 auf einen Gewinn von 2,04 Milliarden Dollar. Doch dank dem Abschreiber bezahlt der Milliardenkonzern keine Gewinnsteuern. Steuergutschriften aus diesem und den vergangenen Jahren dürften dazu führen, dass der Konzern auch in den nächsten Jahren im Kanton Zug keine Steuern bezahlt.
 
Für Glencore Xstrata ist der Abschreiber ein Steueroptimierungsvehikel. Dies ist zwar legal, doch moralisch höchst verwerflich, da Glencore Xstrata auch in den Abbaugebieten in der 3. Welt kaum Steuern bezahlt.
 
Grosskonzernen können dank Optimierungen in den Büchern massiv Steuern sparen. Jedem Privatbürger oder kleineren Gewerbebetrieb hingegen wird der letzte Fünfer umgedreht – und dies bei kleineren, weniger relevanten Ungenauigkeiten. Hier kann man wohl nicht von Gerechtigkeit sprechen!
 
Die Alternativen – die Grünen des Kantons Zug können nicht nachvollziehen, warum Glencore Xstrata von der Zuger Regierung noch immer mit Samthandschuhen angefasst wird.
 
 
Jolanda Spiess-Hegglin,
Co-Präsidentin Alternative – die Grünen Kanton Zugpraesidium@alternative-zug.ch 
 
 
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