Der Regierungsrat wird beauftragt, baldmöglichst dem Kantonsrat und damit der Öffentlichkeit in einem Bericht darzulegen, wie er die Anliegen der Pflegeinitiative im Kanton Zug umzusetzen gedenkt. Aufgezeigt werden sollen:

  1. Massnahmen zur Förderung der Ausbildung im Pflegebereich.
  2. Massnahmen im Bereich der Verbesserung der Arbeitssituationen der im Pflegebereich arbeitenden Personen.
  3. Massnahmen zur Sicherung der Pflegequalität (drohender Pflegenotstand).

Begründung
Die Schweizer Stimmbevölkerung hat am 28. November 2021 mit über 60 Prozent Ja Stimmen die Pflegeinitiative deutlich angenommen. Auch die Stimmbevölkerung im Kanton Zug hat mit 54.82 Prozent Ja gesagt. Dieses klare Votum muss ernst genommen werden; in der Verantwortung sind in erster Linie die Kantone, denn die Gesundheitsversorgung ist im föderalen System Sache der Kantone.

Die Pflegeinitiative fordert eine Ausbildungsoffensive – mit mehr Ausbildungsplätzen und besseren Ausbildungslöhnen kann die Zahl der Berufseinsteiger:innen erhöht werden. Die Pflegeinitiative will Berufsausstiege verhindern, indem die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Im Vordergrund der des Themas Arbeitsbedingungen stehen eine verlässliche Zeit- und Dienstplanung, familienfreundliche Strukturen sowie berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Als drittes fordert die Initiative die Sicherung der Pflegequalität durch genügend Personal auf allen Abteilungen. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig und system-relevant der Pflegebereich für alle Menschen ist.

Die Alternative – die Grünen gehen davon aus, dass dieser Bericht möglichst rasch erstellt werden kann, dennoch könnte es eine Weile dauern, bis die konkrete nationale Vorlage auf dem Tisch liegt. Mit dem Gegenvorschlag zur Initiative, der nun nicht in Kraft tritt, sind auch schon auf kantonaler Ebene verschiedene Ideen zur Verbesserung der Pflege angedacht, respektive bereits mögliche erste Schritte in Vorbereitung. Im Kanton Zug soll die Umsetzung dieser Pläne jedoch nicht auf die lange Bank geschoben werden, bis auf nationaler Ebene alle Einzelheiten bezüglich der Umsetzung der Pflegeinitiative feststehen. Es braucht auch hier im Kanton uns ein entschiedenes und rasches Handeln, um dem Pflegenotstand effektiv entgegenzuwirken.