Zuger Velonetz-Initiative 2018-07-06T17:31:13+00:00

Zuger Velonetz-Initiative

Mit der Zuger Velonetz-Initiative rollen wir für das Velo den roten Teppich aus, damit es spätestens 2030 sicher und direkt auf einem durchgehenden Velonetz durch den Kanton Zug fahren kann. Wir fordern eine fahrradfreundliche Infrastruktur, die den Ansprüchen aller Velofahrenden und unterschiedlicher Velotypen Rechnung trägt.

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Velofahren ist effizient, gesund und umweltfreundlich.
Ein hoher Anteil von Velos am Verkehr ist ein wichtiger Beitrag für lebenswerte und attraktive Siedlungsgebiete im Kanton Zug.

Der Anteil des Velos am Individualverkehr ist rückläufig, auch weil Velofahren als gefährlich gilt. Viele Kinder und Jugendliche lernen nicht mehr, sich mit dem Velo sicher und selbstbewusst zu bewegen. Sie wagen sich so als Erwachsene erst recht nicht mehr aufs Fahrrad. Eine wichtige Ursache dafür ist eine für Velofahrende lückenhafte, zu wenig attraktive Verkehrsführung. Es gilt Gefahren zu reduzieren, die Führung des motorisierten Verkehrs anzupassen und eine Verkehrskultur des Miteinanders zu schaffen. Bietet der Kanton Zug sichere Velorouten, kann der Negativtrend umgekehrt werden.

Im Kanton Zug gibt es einige gut ausgebaute, von verkehrsreichen Strassen abgetrennte Velowege zwischen den Talgemeinden. Innerorts enden Velowege indes oft ausgerechnet an Gefahrenstellen, sind nicht durchgehend signalisiert oder grössere Umwege müssen in Kauf genommen werden. Von Velofahrenden wird z.B. erwartet, dass sie Fussgängerstreifen benutzen, um sicher auf die andere Strassenseite zu gelangen. Berg- und Talgemeinden sind zu wenig sicher bzw. attraktiv miteinander verbunden. Das Potential von E-Bikes wird im Kanton Zug zu wenig genutzt.

Ein gut ausgebautes Veloverkehrsnetz zwischen Wohn-, Ausbildungs-, Arbeits- und Einkaufsorten spart Verkehrszeit, denn das Velo ist in städtischen Siedlungsstrukturen das schnellste Verkehrsmittel. Es entsteht mehr Platz für öffentlichen Verkehr und motorisierten Individualverkehr. Die ganze Bevölkerung profitiert von besserer Luft und weniger Lärm.

Wer die täglichen Verkehrswege per Velo zurücklegt, integriert die von der WHO empfohlene tägliche Bewegungseinheit von 30 Minuten in den Alltag ohne zusätzlichen Zeitaufwand fürs Fitnessstudio. Regelmässige körperliche Aktivität vermindert das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Verglichen mit anderen Sportarten schont Velofahren Gelenke und Sehnen und hat ein geringeres Verletzungsrisiko.

Velofahren ist effizient, gesund und umweltfreundlich. Ein hoher Anteil von Velos am Verkehr ist ein wichtiger Beitrag für lebenswerte und attraktive Siedlungsgebiete im Kanton Zug.

Der Kanton Zug hat in den letzten Jahren viel Geld in grosse Strassenbauprojekte für Autos investiert. Anliegen der Velofahrenden für ein sicheres und durchgehendes Velonetz wurden jedoch wenig berücksichtigt.

Am 23. September 2018 stimmen wir über den Bundesbeschluss Velo ab, der Verkehrswege fürs Velo in der Bundesverfassung verankert. Die Velonetz-Initiative fordert für den Kanton Zug ein sicheres, direktes und durchgehendes Veloverkehrsnetz, zu realisieren bis ins Jahr 2030. Wohn- und Arbeitsorte werden miteinander verbunden, Velos vom Auto- und Fussverkehr separiert. An Zielorten entstehen genügend Veloparkplätze.

  1. Alle wichtigen Wohn- und Arbeitsgebiete im Kanton Zug sind durch ein direktes, durchgehendes und komfortables Veloverkehrsnetz verbunden.
  2. Der Veloverkehr wird vom Autoverkehr und dem Fussgängerbereich möglichst separiert (Velobahnen).
  3. Falls eine Hauptveloverkehrsachse entlang der Hauptstrasse läuft, wird eine physisch getrennte Spur geführt.
  4. An den Zielorten stehen genügend Velo-Parkplätze zur Verfügung. Sie sind möglichst gedeckt und verfügen über E-Bike-Ladestationen.
  5. Die Gemeinden sorgen innerorts für sichere und attraktive Verbindungen für Einkaufs-, Schul- und Arbeitswege.
  6. Der Veloverkehr ist durch weitere geeignete Massnahmen zu fördern.
  7. In jeder Strassenbauvorlage ist die Veloverkehrsverträglichkeit separat auszuweisen.
  8. Der Kanton erstattet regelmässig dem Kantonsrat Bericht über den Stand der Umsetzung der Velonetz-Initiative.

Das Velo ist ein effizientes und gesundes Fortbewegungsmittel. Ein hoher Anteil von Velos am Verkehr ist eine wesentliche Voraussetzung für lebenswerte und attraktive Siedlungsgebiete im Kanton Zug.
Leider verzichten viele Menschen auf das Velofahren im Kanton Zug, weil die Infrastruktur grössere Lücken aufweist. Nur wenn der Kanton Zug sichere Velorouten anbietet, wird das Velofahren im Kanton Zug einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Damit die Velowege sicher sind, müssen sie vor allem durchgängig sein, anstatt dort zu enden, wo es am gefährlichsten ist.
Wer die täglichen Verkehrswege per Velo zurücklegt, integriert die von der WHO empfohlene tägliche Bewegungseinheit von 30 Minuten in den Alltag ohne zusätzlichen Zeitaufwand fürs Fitnessstudio. Zudem vermindert regelmässige körperliche Aktivität das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Verglichen mit anderen Sportarten schont Velofahren die Gelenke und Sehnen und hat ein geringeres Verletzungsrisiko.
Wenn das Veloverkehrsnetz direkt vom Wohn- an den Ausbildungs- und Arbeitsplatz oder zum Einkaufsort führt, dann kann damit viel Zeit gespart werden. Das Velo ist das schnellste Verkehrsmittel in städtischem Gebiet.
Von einem gut ausgebauten Veloverkehrsnetz profitieren alle Menschen im Kanton Zug – nicht nur Velofahrerinnen und Velofahrer. Denn wenn mehr Personen mit dem Velo unterwegs sind, ist mehr Platz für den öffentlichen Verkehr und den motorisierten Individualverkehr vorhanden. Fussgängerinnen und Fussgänger profitieren von mehr Sicherheit, da sie die Trottoirs nicht mehr mit Velofahrenden teilen müssen.
Schliesslich kommen alle in den Genuss von besserer Luft und weniger Lärm.
Daher wird im Kanton Zug ein sicheres, direktes und durchgehendes Veloverkehrsnetz bis 2030 gefordert. Es wird eine fahrradfreundliche Infrastruktur geschaffen, die den Ansprüchen aller Velofahrenden und unterschiedlicher Velotypen Rechnung trägt. Es gilt Gefahren zu reduzieren, die Geschwindigkeiten des motorisierten Verkehrs anzupassen und eine Verkehrskultur des Miteinanders zu schaffen.

  • Sie sind zweispurig ausgebaut und führen ohne Unterbrechung vom Start- zum Zielort.
  • An Kreuzungen mit dem übrigen Strassen- und Wegnetz besteht Vortritt.
  • Kurvenradien und die Signalisation sind für Tempo 30 ausgelegt.
  • Möglichst kein Mischverkehr mit Fussgängern und Motorfahrzeugen, wo unvermeidbar letztere nur für Anwohner/Anlieferung gestattet (Velostrassen-Standard).
  • Keine Längsparkplätze entlang von Velobahnen