Leserbrief zu Zuger Zeitung, 29.12.2017, «Finanzdirektor kontert Kritik am Flottenrabatt»

Kürzlich präsentierte der Zuger Finanzdirektor den Deal, dass die Kantonsangestellten von einem Flottenrabatt profitieren könnten. Leider scheint er nicht zu merken, was für ein falsches Zeichen er so stetzt: Reka-Checks weg, dafür Flottenrabatt: Unsere Mobilitäts- und Umweltprobleme werden so nur verstärkt. Der Zuger Regierungsrat hat sich mit seiner Steuerstrategie selber k.o. gesetzt: Er hat seine eigene Luft so stark abgeschnürt, dass er selber nicht mehr aktiv sein kann. Stattdessen ist er auf Brosamen umweltpolitisch bedenklicher Provenienz angewiesen, um sein schlechtes Gewissen seinen Angestellten gegenüber wieder etwas zu verbessern. Auch von Finanzpolitikern erwarte ich mehr als nur einen engen Fokus auf das Budget: Ich erwarte verantwortungsvolles Handeln, das uns allen auch längerfristig nützt. Die Einsicht und Fähigkeit dazu wünsche ich uns und unserem Finanzdirektor fürs 2018.

Tabea Zimmermann Gibson, Co-Präsidentin ALG Stadt Zug