Vernehmlassung Alternative – die Grünen: Die Alternativen – die Grünen wehren sich mit aller Vehemenz gegen diese massiven Verschlechterungen zulasten von Mensch und Natur.

Im Rahmen des Entlastungsprogramms 2015-2018 schlägt der Regierungsrat zwei Richtplanänderungen vor, welche klar im Widerspruch zu den Interessen von Mensch und Natur sind.
 
Die Alternative – die Grünen Zug lehnen die Streichung von drei Wäldern mit besonderer Naturschutzfunktion aus dem Richtplan ab. Das ist weder sinnvoll noch zweckmässig, es setzt ein falsches Zeichen. Wenn wegen einer verfehlten Finanzpolitik das Geld ausgeht, dann soll beim Umweltschutz gespart werden. So nicht – die Natur ist unser Kapital.
 
Ebenso wehren sich die Alternative – die Grünen gegen die massive Ausdünnung des Zuger Wanderwegnetzes um einen Drittel. Wandern ist Volkssport Nummer eins, es fördert die Lebensqualität und senkt die Gesundheitskosten. Wenn hier Gelder gestrichen werden, so ist dies kurzsichtig. Besonders befremdlich ist, dass ausgerechnet auch historische Routen, wie etwa der Wanderweg Baarburg, gestrichen werden sollen.
 
Die Alternativen – die Grünen wehren sich mit aller Vehemenz gegen diese massiven Verschlechterungen zulasten von Mensch und Natur.
 
 
Vernehmlassung:

Sehr geehrter Herr Landammann 
Geschätzte Mitglieder des Zuger Regierungsrates
 
Die Alternative–die Grünen Zug bedankt sich für die Einladung zur Vernehmlassung zur Anpassung kantonaler Richtplan im Rahmen des Entlastungsprogramms 2015-2018. Anbei finden Sie unsere Vernehmlassungsantwort. 
 
Generell halten wir folgendes fest: Von der Aushöhlung des Umweltschutzes sowie der für Mensch wie Natur wichtigen Naherholungsgebiete und derer Erschliessung durch die nötigen Wanderwege, ist abzusehen. Aus Sicht der Alternativen–die Grünen ist es extrem kurzsichtig und falsch, aufgrund einer verfehlten Finanzstrategie diesbezüglich zu sparen. Gesundheitsprävention war bis jetzt für den Kanton Zug ein wichtiges Thema. Mit diesen Massnahmen laufen wir Gefahr, uns davon zu verabschieden – obwohl wir alle wissen, dass durch eine gezielte Prävention einiges an Kosten auf verschiedenen Ebenen gespart wird. 
 
 
L 4.3 – Wald: Wälder mit besonderer Naturschutzfunktion
Antrag: Von der Streichung der drei im Richtplan festgelegten Waldnaturschutzgebieten Littibachtobel (Gemeinde Baar), Lorzentobel (Gemeinden Menzingen, Baar, Neuheim) und Eggbärneren (Gemeinde Unterägeri) ist abzusehen. 

Begründung:
Seit gut 100 Jahren ist man auch in der Schweiz zur Einsicht gelangt, dass wir zu unserer Flora und Fauna speziell Sorge tragen müssen. Jedes Jahr sterben auf Grund menschlicher Eingriffe ganze Spezies aus und Pflanzen verschwinden für immer. Gegen diese Tendenz wurden einige Massnahmen ergriffen, zum Beispiel Gründung des Schweizerischen Nationalparks oder  regionale Naturschutz- und Vernetzungsgebiete. Nun werden diese drei Waldnaturschutzgebiete gestrichen, um Kantonsbeiträge zu sparen. Damit schreitet der Kanton Zug in eine falsche Richtung. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder leisten einen deutlich höheren Beitrag zum Klimaschutz als nicht bewirtschafteten, da Holzprodukte fossile Energieträger sowie energieaufwendig produzierte Materialien ersetzen können. Bei der Schutzwaldpflege und auch bei den Waldnaturschutzmassnahmen darf nicht der Waldschutz die Zeche bezahlen. 
 
V 10  –  Kantonales Wanderwegnetz
Antrag: Auf die Reduktion des Zuger Wanderwegnetzes (Netzlänge, Netzdichte, Anzahl Routen) ist komplett zu verzichten. 

Begründung:
Wandern ist der Volkssport Nummer eins. Die Reduktion der Anzahl Wanderwege steht in keinem Verhältnis zu deren Folgen. Es ist davon auszugehen, dass traditionelle Routen weiter begangen werden. Dies geschieht mit dieser Massnahme entweder auf ungesicherten Wegen oder die Gemeinden müssen auch diese Lastenverschiebung in Kauf nehmen und für die weitere Instandhaltung sorgen. Ob dies alle Gemeinden dann machen, wissen wir nicht.
 
Es ist unvorstellbar, dass Wanderwege wie zum Beispiel der Rundweg Baarburg nicht mehr benutzt werden. Ein attraktives Wandernetz bedeutet Lebensqualität und die Bevölkerung geniesst Erholung wo möglich direkt vor der Haustüre. Also Gesundheitsprävention pur und erst noch günstig: Denn regelmässiges Wandern fördert, nebst Beweglichkeit, auch die geistige Konzentration. 
 
 
Für die Alternative – die Grünen Zug,
Andreas Lustenberger, Kantonsrat, Baar
Hanni Schriber-Neiger, Kantonsrätin, Rotkreuz