Sehr geehrte Frau Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard
Sehr geehrte Herren Regierungsräte
 
Wir bedanken uns für die Möglichkeit, Anmerkungen zur Verordnung einreichen zu können. Gerne nehmen wir diese Gelegenheit wahr, und lassen Ihnen unsere Änderungsvorschläge zukommen.
 
Die Verordnung finden wir sehr detailliert erarbeitet. Sie bietet eine gute Grundlage, damit die Anbieter von familienergänzender Betreuung die notwendige Qualität zum Wohle der Kinder erfüllen können.
 
Zu Paragraphen und Anhang haben wir folgende Änderungsvorschläge:
 
Paragraph 3 Abs. 4
 
Die zuständige Einwohnergemeinde überprüft regelmässig, mindestens aber 1 x pro Jahr, ob die Qualitätsanforderungen eingehalten werden.
 
Begründung
Es sollte unbedingt ein Zeitraster angegeben werden. Regelmässig kann auch alle fünf Jahre sein, was wir als zu wenig erachten. Wir finden, dass eine jährliche Kontrolle stattfinden sollte. Nur so können Schwachpunkte aufgezeigt und Änderungsmassnahmen überprüft werden.
 
 
Anhang
 
Qualitätsanforderung für Kindertagesstätte
 
Vorschulkindergruppe (drei Jahre bis Kindergarteneintritt)
 
Die Richtzahl 15 Kinder pro Gruppe ist in diesem Alterssegment zu hoch. Gerade, wenn einige dreijährige Kinder darin vertreten sind, sollte diese Gruppe kleiner sein. Viele dieser Kinder benötigen oftmals noch fast eine 1:1 Betreuung. Viele jüngere Kinder sind mit eine solch grossen Gruppenzahl überfordert, sie haben die Übersicht nicht mehr, es ist für sie schwieriger Beziehungen zu knüpfen. Genau in diesem Alter aber läuft der ganze Entwicklungs- und Förderungsprozess nur über Beziehungen. Auch ist es bei einer grossen Gruppe für die Betreuung nicht mehr möglich, auf die verschiedenen Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Wir schlagen eine Gruppengrösse mit maximal 12 Kindern vor, das heisst, 6 Kinder pro Betreuungsperson.
 
 
Qualitätsanforderungen für Mittagtisch und Randzeitenbetreuung
 
Betreuungsschlüssel
 
Die Gruppengrösse und der Betreuungsschlüssel finden wir richtig, vor allem, was die Randzeitenbetreuung anbelangt. An Mittagstischen können erfahrungsgemäss grössere Gruppen mit weniger Personal geführt werden, handelt es sich hier um eine sehr kurze Zeit.
 
 
Personal
 
Wir sind einverstanden, dass nicht ausgebildete Personen eine fachliche Weiterbildung benötigen und zwar mindestens einen Tag pro Jahr (nicht nur regelmässig). Wir beantragen, diesen Teil gemäss unserem Anliegen anzupassen.
 
Wir würden es begrüssen, wenn die Verordnung gemäss unseren Vorschlägen angepasst wird. Eine gute Qualität hat einen bemerkenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Kinder, unabhängig vom Alter. Durch geschultes Personal lassen sich Defizite frühzeitig erkennen und korrigieren. Nicht nur benachteiligte Kinder profitieren somit von guter Qualität.
 
 
Für die Alternativen die Grünen Kanton Zug
Anna Lustenberger, Kantonsrätin Baar
Hanni Schriber-Neiger, Kantonsrätin Risch-Rotkreuz