Das Amt für Raumplanung des Kantons Zug hat den politischen Parteien und weiteren AdressatInnen einen raumplanerischen Bericht „Anpassung des kantonalen Richtplanes Kapitel S 9 zur Vernehmlassung unterbreitet. Gerne nehmen die Alternativen – die Grünen Zug wie folgt Stellung.
 
Allgemeines
Vorweggenommen sei, dass die Alternativen-die Grünen klar für ein neues Kunsthaus sind. Ein neues Kunsthaus ist zweifellos notwendig, damit die über 400 Bilder fassende Sammlung Kamm endlich der (Zuger) Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Das Kunsthaus Zug ist jedoch nicht nur ein Ort der Kunst, es erfüllt auch eine kulturelle und gesellschaftliche Aufgabe. Doch wo, bzw. an welchem Standort diese Aufgabe idealerweise erfüllt wird, da scheiden sich die Geister, auch jene der Alternativen – die Grünen Zug. Der Kanton hat einige Standorte geprüft und in der Vorlage Vor- und Nachteile präsentiert. Seine Schlussfolgerung: Die Schützenmatt ist der ideale Standort. Wir können dem Standort Schützenmatt viel Positives abgewinnen, sehen aber genau so viel Positives an andern Standorten. Darum hat die Alternative Fraktion im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug ihre Stellungnahme auf die Basis gestellt den Standort Schützenmatt abzulehnen und einen geeigneteren Standort zu suchen. Ein grosser Teil der Alternativen – die Grünen Zug stützen diese Stellungnahme und wir ersuchen Sie jene gelieferten Argumente in Ihrer Vernehmlassungsauswertung sorgfältig miteinzubeziehen.
 
Doch gleichzeitig gibt es in den alternative-grünen Kreisen einen bedeutenden Teil von Stimmen, welche den Vorschlag des Regierungsrates stützen und diese wollen wir hier darlegen. Es ist uns bewusst, dass diese Ausgangslage die Vernehmlassungsauswertung nicht erleichtert. Es zeigt hingegen eindeutig die Dilemmasituation auf. Sowie auch den Unmut über eine erneute Richtplan-Änderung. Die willkürliche, formelle Änderung einzelner Inhalte und Aussagen über einzelne Gebiete widersprechen dem Sinn der Raumplanung. Wenn beispielsweise in der Schützenmatte eine andere Funktion als bisher gegeben werden soll, so betrifft dies mindestens
 
1. die künftige Nutzung des Seeufers und 
 
2. weitere Bedürfnisse an künftig nötigen öffentlichen Bauten und Anlagen des Kantons.
Art. 9 Abs. 3 RPG: "Richtpläne werden in der Regel alle zehn Jahre gesamthaft überprüft und nötigenfalls angepasst."
 
… (die ganze Vernehmlassungsantwort kann dem PDF entnommen werden)