Den Alternativen – die Grünen ist es wichtig, dass in der Kinderbetreuung ein hohes Mass an Qualität vorhanden ist. Kinderbetreuung ist heute ein Geschäft geworden. Insofern begrüssen wir Massnahmen, welche zur Überprüfung der Qualität geeignet sind.

 

Stellungnahme:
Revision der Verordnung zum Gesetz über die familienergänzende Kinderbetreuung vom 14. 11. 2006

Im Grundsatz sind wir mit der vorliegenden Teilrevision einverstanden.

2.2 Zu den Änderungen im Einzelnen:

  • 1 Abs. 1 Bst.a Ziff 2

Die Anzahl Kinder bis 18 Monaten wird in altersgemischten Gruppen von zwei auf vier erhöht. Diese Änderung wird durch eine Anpassung des Betreuungsschlüssels kompensiert, deshalb sind wir damit einverstanden.

  • 1 Abs. 2 Bst. a

Die Anzahl der anwesenden Betreuungspersonen wird weiterhin mit der Anzahl zwei pro Gruppe definiert. Lediglich das Wort „immer“ wird gestrichen. Wir würden eine Formulierung begrüssen, welche unter Einhaltung des Betreuungsschlüssels auch von einer Betreuungsperson ausgegangen werden kann.

Vorschlag:

„Während der Betreuung einer Gruppe durch lediglich eine Person muss mindestens eine zweite Person erreichbar sein. Von diesen zwei Personen muss mindestens eine Person über eine anerkannte Ausbildung verfügen“.

2.3 Weitere erforderliche Änderungen

  • 1 Abs. 4 Bst. A

Es ist für uns nicht nachvollziehbar, weshalb schulpflichtige Kinder weniger Platzbedarf haben als Vorschulkinder. Die Anzahl Quadratmeter pro Kind soll nicht vom Alter des Kindes abhängig gemacht werden. Vielmehr weist ein Angebot der Tagesbetreuung aufgrund der längeren Anwesenheitszeiten einen höheren Platzbedarf auf als Mittagstische und Randzeitenbetreuung. Eine teilweise Anregung von Räumen wie Gänge oder grosse Garderobe soll möglich sein.

Mögliche Formulierung:

  • 1 Abs. 4 Bst. a Innenräume: „Jede Gruppe verfügt über mindestens zwei Räume mit genügend Tageslicht. Pro Kind stehen mindestens 6 m2 nutzbare Fläche zur Verfügung“.
  • 3 Abs. 4 Bst. a Innenräume: „Für die Betreuung stehen pro Kind mindestens 4m2 nutzbare Fläche zur Verfügung.

Angleichung der Richtzahl für Gruppen Mittagstisch und Randzeitenbetreuung

Die aktuelle Regelung sieht vor, dass die Betreuung der Kinder in Mittagstischen und in der Randzeitenbetreuung in Gruppen à maximal 16 Plätze stattfindet. Demgegenüber gilt die Richtzahl 18 Kinder für Schulkindergruppen in Kitas. Dies ist für uns nicht nachvollziehbar. Insbesondere beim Mittagstisch/Randzeitenbetreuung können aufgrund der zur Verfügung stehenden Räume unter Einhaltung der maximalen Gruppengrösse die Kapazitäten ungenügend genutzt werden.

Vorschlag: „Die Gruppengrösse orientiert sich an der zur Verfügung stehenden Fläche. Um der Grösse der Gruppe Rechnung zu tragen, müssen geeignete bauliche Massnahmen getroffen werden. Zudem sind bei grossen Gruppen höhere Anforderungen an die Betreuungspersonen zu stellen“.

Vroni Straub-Müller