Der Bebauungsplan Maihölzli ist zentral für die Gestaltung des zukünftigen Dorfzentrums, das zwischen Gemeindeverwaltung, Restaurant Degen, Bäckerei, Heirisaal und katholischer Kirche liegt. Das Grüne Forum begrüsst die Zentrumsüberbauung, weil sie zu einer städtebaulichen Aufwertung und Belebung des Dorfzentrums mit attraktiven Einkaufsmöglichkeiten führt. ABER das grosse bestehende Problem von bezahlbarem Wohnraum wird viel zu wenig berücksichtigt!

  • Dies, obwohl seit Jahren im Kanton Zug das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum breit diskutiert wird.
  • Wer hat nicht Bekannte, die auf der Suche nach Wohnraum den Kanton verlassen mussten?!
  • Den akuten Handlungsbedarf haben sowohl Regierungsrat und Kantonsrat erkannt und dafür Massnahmen vorgesehen.


Kantonaler Richtplan schreibt preisgünstigen Wohnraum vor

Bei Umzonung von Bauland müssen die Gemeinden gezielt Anteile für preisgünstiges Wohnen festlegen. Der Bebauungsplan Maihölzli erfordert eine solche Umzonung, weil das betroffene Gebiet heute noch grösstenteils in der Zone ÖI (öffentliches Interesse) liegt und durch eine Zonenplanänderung neu der Kernzone zugewiesen wird. Damit wird baulich eine viel intensivere und wirtschaftlich interessantere Nutzung für die Bauherren geschaffen.

Das Grüne Forum fordert, dass im Bebauungsplan mindestens 20% der geplanten Wohnflächen für den preisgünstigen Wohnraum reserviert werden. Denn eine solch seltene Chance ohne Kosten für unsere Gemeinde muss genutzt werden – zu Gunsten unserer Jungen und unserer Familien.

Leider wird dieser Anteil mit dem zur Abstimmung vorgelegten Bebauungsplan klar nicht erreicht. Wohl wird die katholische Kirchgemeinde (kleinster Bauherr) für ihr eigenes Gebäude 50% der geplanten Wohnungen als preisgünstiger Wohnraum vorsehen. ABER:

  • Die Einwohnergemeinde will sich leider zurzeit nicht festlegen, wie viel preisgünstigen Wohnraum sie in ihren zwei Gebäuden schaffen wird.
  • Der dritte und grösste Bauherr, Jego AG, muss laut Bebauungsplan gar keinen preisgünstigen Wohnraum erstellen!

In anderen Gemeinden hat man entsprechende Massnahmen bereits umgesetzt. Das zeigen die Beispiele von Baar, Cham und Zug. So hat die Gemeinde Baar im Bebauungsplan «Vogelwinkel» einen Anteil von mindestens 20% der Wohnfläche als preisgünstigen Wohnraum festgelegt. In der Gemeinde Cham wurde beim Bebauungsplan «Papierfabrik» der Bau von 100 preisgünstigen Wohnungen und in Zug, beim Bebauungsplan «Altes Kantonsspital», in einem Baufeld 50% der Wohnfläche als preisgünstiger Wohnraum vorgeschrieben.

Kurz und knapp

Unser NEIN heisst nicht, dass wir die Änderung des Zonenplans für die Zentrumsüberbauung ablehnen. Sondern es bedeutet ein JA für mehr bezahlbare Wohnmöglichkeiten für Junge und Familien in Hünenberg.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!