Zu Recht thematisiert die „Zentralschweiz am Sonntag“ das Problem der in Stosszeiten zu knappen Sitzplatzkapazitäten auf der SBB-Strecke Luzern-Zug-Zürich und der Stadtbahnlinie S 1. Zusätzlich spricht der Artikel auch die Pünktlichkeit der S 1 an.
 
Für alle drei Probleme sind zügig Lösungen möglich, wenn der politische Wille dazu da ist:

  1. Die Kapazität der Interregio-Strecke Luzern-Zug-Zürich lässt sich mit einer Kombination von drei Massnahmen relativ rasch deutlich erhöhen: Schliessung der Doppelspurlücke Freudenberg-Rotkreuz (die Vorfinanzierung des SBB-Kostenanteils hat der Kantonsrat Ende Oktober beschlossen), Verlängerung der Perrons in Rotkreuz und Baar, Verlängerung der Doppelstockkompositionen bis auf 15 Wagen (die dafür notwendigen Fahrzeuge werden frei, sobald mit der Auslieferung der neuen Doppelstockzüge für die SBB begonnen wird – also ab 2013).
  2. Die S 1 profitiert ebenfalls von der Schliessung der erwähnten Doppelspurlücke, vor allem bei der Fahrplanstabilität. Damit würden die lästigen Verspätungen stark reduziert und das vorzeitige Wenden in Zug entfällt.

Etwas irritierend in dem besagten Artikel ist der Kommentar des SBB-Sprechers, der die grosszügige „Verspätungsnorm“ (5 Minuten zählt noch nicht als Verspätung) mit dem Aufruf zu einer etwas lockereren Mentalität rechtfertigt. Besser wäre es, im oben erwähnten Sinn für schnelle Abhilfe zu schaffen.