Der Kanton kann sich weiterhin nicht koordinierend in den verschiedenen Altersfragen einbringen. Was die bürgerlichen Kantonsärtinnen und Kantonsräte veranlasste, zwar über das Geschäft zu sprechen, dann aber die materielle Diskussion zu verweigern und mit 37 zu 30 Nichteintreten zu beschliessen, darüber darf spekuliert werden!
 
Alterspolitik (Änderung Sozialhilfegesetz)
Immer mehr ältere Menschen prägen unsere Gesellschaft. Diese demographische Entwicklung ist eine gesellschaftliche Herausforderung, der sich nun auch der Kanton Zug als einer der letzten annimmt. Mit einer zentralen Fachstelle soll der Kanton eine aktivere Rolle einnehmen. Das Älterwerden heisst heute nicht automatisch angeschlagene Gesundheit,  Langzeitpflege oder Demenzfragen. – Der dritte Lebensabschnitt als Seniorin oder Senior  kennt zum Glück noch viele andere Bereiche wie Bildung, Sport, Kultur, Mobilität, Freizeit oder Wohnen, bei welchen sie verschiedentlich ein helfendes Umfeld brauchen können.
 
Die AGF unterstützt eine Grundlage für eine weitsichtige und ganzheitliche Alterspolitik, wie sie das Sozialhilfegesetz im § 34ter neu vorsieht. Für uns ist es wichtig, dass der Kanton und die Gemeinden im Verbund für Rahmenbedingungen sorgen, die den Zusammenhalt unter den Generationen und die Lebensqualität der älteren Bevölkerung fördert. Gerade weil der Kanton die Koordination der Aktivitäten im Altersbereich übernimmt und die Gemeinden unterstützt, bleibt die gewünschte Autonomie der Gemeinden sicher gewahrt. Für viele öffentliche Organisationen und Vereine ist diese Angebot eine Erleichterung und für die meisten, die in der Freiwilligenarbeit tätig sind eine echte Hilfestellung.
 
Eine Vernetzung der Akteure wünscht sich unbedingt auch der Vorstand vom Zuger kant. Senioren-Verband mit dem Präsidenten Bruno Keller, der in seinem Leserbrief schrieb: „Diese einfache Koordinationsstelle hilft uns Zeit und Geld einzusparen und die Vermeidung von Doppelspurigkeiten.“
 
Die Förderung des gesellschaftlichen Teilhabens bedeutet für jede Person ein selbstbestimmtes Leben und ist der AGF ein Anliegen. Wir anerkennen die Leistungen der älteren Mitmenschen und wollen für diese Massnahmen auch die nötigen finanziellen Mittel bereit stellen; denn Alterspolitik wird mit Taten gemacht, nicht nur mit Worte!
 
Die Alternative Grüne Fraktion ist für Eintreten und stimmt ausser bei Punkt 1 (Kantone und Gemeinde im Verbund), den Anträgen der Stawiko zu.
 
 
Hanni Schriber-Neiger
KR Alternative Grüne Fraktion