Ich habe es im Eintretensvotum angekündigt: unsere Fraktion schätzt die Chancen für den Stadttunnel bei einer Volksabstimmung als schlecht ein, wenn wir mit einer Vorlage kommen, die irgendwo zwischen 400 und 480 Millionen Franken liegt.
Wir schlagen ihnen deshalb eine Etappierung vor. Es handelt sich um genau den gleichen Antrag, der in der RPK relativ knapp abgelehnt wurde. Dies notabene, obwohl der Baudirektor dem Antrag positiv gesinnt war.
Die erste Etappe besteht aus den beiden Abschnitten Anschluss Artherstrasse/Hofstrasse – Anschluss Ägeristrasse und Anschluss Ägeristrasse – Anschluss Gotthardstrasse. Dabei ist beim Anschluss Gotthardstrasse eine Ein- und Ausfahrt zwingend vorzusehen.
Die zweite Etappe läuft vom Anschluss Gotthardstrasse bis zum Anschluss Gubelstrasse., der Anschluss Industriestrasse entfällt.
Die erste Etappe erlaubt die Erreichung des Hauptziels: ein verkehrsarmes resp. mit Ausnahme des ö.V. verkehrsfreies historisches Stadtzentrum.
Das ganze Projekt ist mit den beiden Etappen gleichzeitig vor das Volk zu bringen, so dass der Souverän frei ist, ob er nur die erste Etappe oder gleich alles miteinander realisieren will.
Wir stellen ihnen den folgenden Antrag:

Im Kapitel V 3.2 wird der Text beim Punkt 10 ergänzt mit dem folgenden Satz:

„Der Regierungsrat wird beauftragt, vor dem Beschluss über das Generelle Projekt eine Etappierung des Stadttunnels in die Teilabschnitte
a) Casino – Gotthardstrasse mit einem Anschluss an der Ägeristrasse
b) Gotthardstrasse – Gubelstrasse mit einem Anschluss an der Industriestrasse
zu prüfen.“
Sie sehen – obwohl uns der Anschluss Industriestrasse eigentlich nicht passt, belassen wir ihn in unserem Antrag drin.
Es geht uns wirklich darum, ein Projekt zu bekommen, das eine Chance hat vor dem Volk. Das Projekt, so wie es jetzt vorliegt, in einem Rutsch realisieren zu wollen, schmälert dessen Chancen erheblich, wenn nicht entscheidend. Es kostet zu viel und bündelt in der Stadt zu viel Opposition.
Ich danke Ihnen für die Unterstützung unseres Antrages.