Objektkredit für archäologische Rettungsgrabung “Cham-Alpenblick II”
 
Die Mitarbeit in dieser Kommission war für mich hochinteressant. Erst durch die detaillierten Informationen in der Regierungsvorlage und durch die Erläuterungen des Amtsleiters für Archäologie wurde mir so richtig bewusst, welch grosses Wissen über unsere Vergangenheit im Kanton Zug im Boden versteckt ist und durch die rege Bautätigkeit auch gefährdet wird.
 
Die erwarteten Funde werden als so aussergewöhnlich eingeschätzt, dass es aller Voraussicht nach sogar zur Aufnahme in ein UNESCO-Weltkulturerbe kommen wird. Selbst der weitsichtige und kulante Bauherr teilt diese Einschätzung und trägt sein Möglichstes bei, damit seine Interessen als Investor und jene der Archäologen einander nicht in die Quere kommen. Deshalb hat er uns Kommissions-Mitglieder in einem Brief gebeten, auch ihm entgegen zu kommen und den Kredit in einem Male freizugeben, damit zügig vorwärts gearbeitet werden kann. Die Kommission hat dazu – wenn auch nur knapp – Ja gesagt. Bloss die Stawiko ist ihren eigenen Prinzipien untreu geworden und empfiehlt einstimmig – allerdings in Abwesenheit unseres Vertreters -, den Kredit in zwei Tranchen aufzuteilen, selbst wenn die gleiche Ausgrabungsarbeit dadurch teurer wird. In den Vorlagen des Regierungsrates wie der Kommission wird darauf hingewiesen, dass die Kosten ohnehin sehr knapp gerechnet wurden. Der Kommissionsbericht zeigt klar auf, dass die Probleme vergrössert werden durch eine Aufteilung des Kredites in zwei Tranche; das betrifft die Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung ebenso wie jene für ein effizientes Vorgehen bei der Ausgrabung.
 
Natürlich ist die Alternative Fraktion für Eintreten auf die Vorlage. Wir bitten Sie, im Sinne der vorangegangenen Überlegungen dem Kommissionsantrag zu folgen und in der Detailberatung bei §1 die Absätze 2 und 3 zu streichen.
 
Sie gehen mit dieser Vorgehensweise kein Risiko ein. Denn in der Vorlage 1733.1 auf Seite 13 finden Sie die Kriterien, die zutreffen müssen, damit die Ausgrabung nach einer ersten Untersuchung ausgeweitet wird. Zwar sprechen bereits jetzt alle Anzeichen dafür, dass dies eintreten wird. Sollte die Grabung jedoch weniger ergiebig sein als erwartet, so werden die Verantwortlichen in Beachtung dieser Kriterien die Arbeiten einstellen, bevor der ganze Kredit aufgebraucht ist. Geben Sie dem Amt für Denkmalpflege und Archäologie dieses Vertrauen! Es hat schon mehrmals bewiesen, dass es dessen würdig ist. Auch der Investor, der im Alpenblick bauen will, wird es Ihnen danken!