Sehr geehrte Frau Kantonsratspräsidentin
Sehr geehrte Mitglieder der Regierung
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen
 
 
Im Namen der Alternativen Grünen Fraktion stelle ich den Antrag auf  „6 Wohneinheiten“ und der Paragraph lautet:
„Gebäude mit mehr als 6 Wohneinheiten sowie Bauten und Anlagen mit mehr als 50 Arbeitsplätzen sind so zu gestalten, dass sie auch für Behinderte zugänglich sind. Bei den Wohneinheiten müssen die Mehrheit der Wohnungen und bei den Arbeitsplätzen sämtliche Plätze im Innern an deren Bedürfnisse anpassbar sein.“
 
 
Die Bestimmung auf „6 Wohneinheiten“ begründen wir wie folgt:
 
Bei der 1. Lesung wiesen Vroni Straub-Müller und Hubert Schuler bereits auf den Umstand hin, dass das Bundesgesetz über Behindertengleichstellung nur den Zugang zur Wohnung erwähnt und nichts über die Benutzbarkeit einer Wohnung aussagt. Doch eine Mehrheit des Parlaments sah das damals anders. Heute hat der Kantonsrat die Chance diesen Fehlentscheid zu korrigieren.
 
Hindernisfreies gestaltetes Bauen nützt nicht nur Menschen mit einer Behinderung. Die Verbesserungen kommen auch vielen anderen Menschen zugute, jüngere wie ältere oder gehbehinderte Menschen oder Personen mit Kinderwagen. Auch können ältere und kranke Menschen länger in ihrer Wohnung bleiben, wenn sie einfach anpassbar ist.
 
Das Bedürfnis nach hindernisfreiem Zugang zu Gebäuden und hindernisfreie Wohnungen wird in Anbetracht der demografischen Entwicklung sicher weiter zunehmen. Pro Infirmis und Pro Senectute fordern eine Regelung gar „ab 4 Wohnungen“, aber mit  6 Wohn-einheiten können sie sich noch anfreunden. Werden die Gebäude von Anfang an hindernisfrei geplant, kommt dies wesentlich günstiger, als wenn sie später mit grossem Aufwand umgebaut werden müssen.
Die AGF stellt den Antrag bereits „ab 6 Wohnungen“ hindernisfrei zu bauen, was ursprünglich auch der Vorschlag der Regierung war. Auch der Kanton Schwyz hat diese Regelung „ab 6 Wohneinheiten“ in seinem Planungs- und Baugesetz.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen bitte zeigen Sie Verständnis für dieses zukunftsweisende Anliegen und unterstützen Sie unseren Antrag.
 
Vielen Dank.
 
 
Hanni Schriber-Neiger,
Alternative Grüne Fraktion