Im Namen der Alternativen Grünen Fraktion danke ich der Regierung für die Beantwortung der Fragen. Sie zeigen: Nur schon im letzten halben Jahr, also seit Einreichung dieser Interpellation, tat sich im Kanton Zug erfreulicherweise viel Konkretes in Sachen Förderung der Energieeffizienz. Nur, – es ist  uns nicht genug.
 
Auf ein Förderprogramm für Energieeffizienz hat die Zuger Bevölkerung doch etwas  lange gewartet. Neben dem Kanton Schwyz sind wir hier das Schlusslicht. Der Regierungs-Antrag ist bereits für die nächste Sitzung traktandiert. Nur, –  muss ich sagen, dass dieser Investitionsanreiz mit den 4,5 Mio. für 4 Jahre doch eher bescheiden ausfällt. Mehr Mut hätte hier der Regierungsrat zeigen können und doch einen viel höheren Betrag einsetzen dürfen.
 
Bei der Frage, ob die öffentliche Mobilität forciert werde, ist die Antwort doch eher allgemein formuliert und es brauche eben Geduld. Doch mit „Geduld“ und Zurückhaltung allein passiert leider nicht viel.
Ungeduldig wurde die AGF und eine Mehrheit des Kantonsparlamentes zum Thema  „Investitionen für Bahnprojekte“ und verlangten 50 Mio. vom Überschuss. Schon heute habe wir einen Antrag der Regierung auf dem Tisch, der auf ansehnliche  400 Mio. lautet. Was dieses Zeichen wirklich in Bern auslöst wird die Zukunft zeigen.
 
Die Stiftung Klimarappen fördert noch bis Ende 2009 die Gebäudesanierungen. Bei der Regierungs-Antwort, dass das Gewerbe im Kanton Zug ein Mehrvolumen an Aufträgen nicht leicht abwickeln könne, musste ich doch schmunzeln. Verschiedene Förderungsassnahmen im ökologischen Bereich sichert die Wettbewerbsfähigkeit
mit sehr unterschiedlichen Qualifikationsanforderungen. Regionale und in der Schweiz ansässige Firmen schaffen in diesem Bereich doch überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze.
 
Beim Energieausweis für Gebäude ist der Regierungsrat weiterhin für die Freiwilligkeit. Mehr Verbindlichkeit hätte dem Energieausweis einen echten Schub an Bedeutung gegeben. Diesen Ausweis für die Zukunft obligatorisch erklären zu lassen, wäre ein mutiges Zeichen gewesen.
 
Die 15`000 GEAKs (gemeint ist Gesamtschweizerischer Energieausweis der Kantone), die mit 200.- Fr. subventioniert vom Bund, abgegeben wurden (Normalpreis Fr. 1000.-), diese Aktion ist bereits nach nur drei Wochen Ende August 2009 beendet, da die Nachfrage sehr gross war. Dies zeigt uns, dass mit weiteren Förderungen und Anreizprojekten noch mehr für die Energieeffizienz getan werden kann.
 
Mit der baldigen Führung eines Weiterbildungsinstitutes zur Förderung der Energieeffizienz macht die Regierung ernst mit dem Bildungsplatz Zug. Dies kann die Alternative Grüne Fraktion nur begrüssen.
 
Zum Schluss meine ich: Der Regierungsrat darf sich zum Thema Förderung von Energieeffizienz auf jeden Fall viel mutiger zeigen. Denn schlussendlich wissen wir: Jeder Förderfranken löst im Schnitt Investitionen von 5 Franken aus.