Familienarmut ist ein Thema, das im Kanton Zug eigentlich gar keines sein sollte und dürfte. Doch die Regierung hat die Augen vor der Thematik nicht verschlossen und präsentiert eine  Vorlage, die das Thema Familienarmut in unserem Kanton ausgezeichnet kommentiert, in knapper Form, aber äusserst prägnant und nachvollziehbar. Die Alternative Grüne Fraktion bedauert einerseits, dass der Motion durch die Umwandlung in ein Postulat die Zähne gezogen werden. Anderseits erscheint uns die Ausweitung des Blickwinkels, so wie die Regierung dies vorschlägt, vernünftig und sinnvoll.
 
Auch wir wollen nicht einfach nach dem Giesskannenprinzip Geld verteilen. Auch wir wollen nicht einfach Leute „verbäbelen“, die sich vor der Arbeit drücken wollen. Aber wir wollen, dass Kinderhaben in unserem Kanton nicht länger eine Falle ist, die Familien in die Armut und auf das Sozialamt treibt. Wir wollen, dass auch Kinder aus einfacheren Familien in unserem Kanton eine möglichst unbelastete Kindheit erleben dürfen, dass sie annähernd gleiche Bildungschancen erhalten wie ihre reicheren Gspänli, dass sie nicht schon als Kinder in die Rolle von Sozialhilfe-Empfangenden hineingedrängt werden.
 
Deshalb stimmt die AGF der Umwandlung der Motion in ein Postulat zu.