Ich möchte Ihnen drei Zitate vorlesen aus dem folgenden, topaktuellen Bericht:
 
Räumliche Chancen und Risiken der A4 Knonaueramt für
den Kanton Zug

Schlussbericht vom 4. Februar 2009
 
Der Bericht wurde im Auftrag des Amtes für Raumplanung erstellt vom Institut für Betriebs- u. Regionalökonomie IBR an der Hochschule Luzern – Wirtschaft.
 
Es handelt sich dabei um Zitate aus der Zusammenfassung des Berichtes auf Seite 4 und 5. Also nicht irgendwelche willkürlich aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen, sondern ausführliche Zitate aus dem Management Summary, der die wesentlichen Erkenntnisse der Studie in zwei Seiten komprimiert darstellt!
 
„Die verbesserte Erreichbarkeit und die hohe Nachfrage nach Wohnraum wirkt sich auf die Grundstücks- und Immobilienpreise im Kanton Zug aus. Die bei staufreier Fahrt erzielbaren Fahrzeitersparnisse von durchschnittlich 8 Minuten (∅ 2000 30 Min. / ∅ 2010 22 Min.) aus der Agglomeration Zug ins Zentrum von Zürich werden bei den Grundstückspreisen insgesamt eine Wertsteigerung von rund 11% und bei den Liegenschaftspreisen von ungefähr 6% bewirken, wobei der Immobilienmarkt bereits heute schon auf die zu erwartenden Erreichbarkeitsverbesserungen zu reagieren begonnen hat. (…)
Als Wohnstandort für Haushalte mit tiefem Einkommen (…) wird der Kanton Zug eher unattraktiv. (…)
Haushalte mit tiefem Einkommen werden ihre Nachfrage nach Wohnraum innerhalb des Metropolitanraums Zürich künftig vermehrt im Freiamt, Seetal, Knonaueramt und Rontal decken. Entsprechend ist mit Mehrverkehr aus den Nachbarregionen zu rechnen, der zusammen mit der generellen Verkehrszunahme – unter anderem bedingt durch den Lückenschluss der A4 – die schwierige Verkehrssituation im Agglomerationsraum Zug verschärfen wird.“
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen, sie sehen also, dass die A4 dem Kanton Zug auch massive Nachteile bringen wird.
 
Und das sollen wir feiern und diese Feier erst noch subventionieren?