Jede Flucht eines Straftäters ist eine Flucht zuviel – vor allem wenn es sich um eine gefährliche Person handelt.
 
Die Zuger Polizei hat in den letzten fünf Jahren Zehntausend Gefangenentransporte gemacht. Nun ist es zu einer Flucht gekommen – und der Flüchtende wurde umgehend gefasst.
 
Die Massnahme, die nun der Sicherheitsdirektor ergreift, ist aus Sicht der Alternativen unverhältnismässig. Bei Transporten werden künftig bei jeder Person die Hände auf die Rücken gebunden und zusätzlich Fussfesseln angelegt – unabhängig von Vergehen und Fluchtgefahr.
 
Eine andere Massnahme drängt sich hingegen auf. Der Sicherheitsdirektor schreibt, dass bei Gefangenentransporten personelle Engpässe bestehen.
 
Und so gebe ich meiner Hoffnung Ausdruck, dass die SVP nicht nur mit dem Thema Kriminalität auf Stimmen- und Stimmungsfang geht, sondern hier im Rat Taten statt Alarminterpellationen folgen lässt. Helfen sie mit, genügend Polizeistellen zu schaffen. Nicht wie beim letzten Personalgesuch der Zuger Polizei oder bei ihrem Hüst und Hott bei den Sicherheitsassistenten. Und die Leier – wie vom SVP-Redner erneut vorgebracht – , die Polizei solle weniger Administration betreiben oder weniger Verkehrskontrollen machen, zieht nicht. Ich habe mir von der Zuger Polizei versichern lassen, dass dies nur ein wirklich kleiner Teil der umfangreichen Polizeiarbeit ist.
 
Und so danke ich der Zuger Polizei für ihre gute Arbeit – und erinnere daran, dass wir Politikerinnen und Politiker eine ebenso grosse, wenn nicht grössere Verantwortung für eine sichere Gesellschaft haben.