Die AGF unterstützt die Zielrichtung dieser Vorlage mehr oder weniger vorbehaltslos. Selbstverständlich hätten wir es gerne gesehen, wenn noch weitere Möglichkeiten, beispielsweise im Bereich der zur Debatte stehenden Schaufenstersanierungen ins Förderprogramm aufgenommen worden wären. Ob mit dem Antrag in § 2 Absatz 3 der vorberatenden Komission, der da heisst, dass „bei speziellen Bedingungen ausnahmsweise auch die Unterstützung eines einzelnen Bauteils möglich ist, wenn dies im Sinne der Energieberatung zu einer energietechnisch sinnvollen Lösung führt“ auch Schaufenster aus Einfachglas ersetzt werden können, ist für mich eine offene Frage. Gerne hätte ich darauf eine klare Antwort unseres Baudirektors.
 
Bei den Beitragsvoraussetzungen gilt für uns der Grundsatz, dass die Abläufe klar, einfach und transparent sein sollen. Ob die Fachleute nur vom Kanton zur Verfügung gestellt werden sollen, ist für uns nebensächlich. Wichtig ist, dass die kantonale Energiefachstelle die Ressourcen und das technischen Know-how hat, die Gesuche und die eingereichten Unterlagen innert nützlicher Frist seriös zu prüfen. Es nützt nichts, wenn am Schluss durch eine übermässige Bürokratie nur wenige Gesuchsteller in den Genuss einer finanziellen Unterstützung kommen
 
Die AGF ist für eine Erhöhung der Limite von vier auf sechs Millionen Franken.  Wir gehen davon aus, dass im Kanton Zug mehr als die von der Regierung bezeichneten 90 unterstützungswürdige Objekte vorhanden sind. Gerade Liegenschaften aus den 60er und 70er Jahren weisen zum Teil im energietechnischen Bereich sehr grosse Mängel auf. Die Reduktion des CO2-Ausstosses ist der AGF seit Jahren ein Kernanliegen. In Anbetracht des weltweiten Klimawandels müssen auch auf regionaler und lokaler Ebene kleine und sinnvolle Anreize geschaffen werden, um dem Reduktionsziel wenigstens ein bisschen näher zu kommen. Unsere Fraktion ist der Meinung, dass es sich der Kanton Zug leisten kann, den Anreiz für energetisch sinnvolle Lösungen bei Umbauten noch zu erhöhen.
 
Ebenfalls sind wir für die Erheblicherklärung der Motion von Daniel Burch. Es gilt, die noch vorhandenen fossilen Energiestoffe sinnvoll einzusetzen. Mit dem sehr langen Zeithorizont bis zum Jahr 2030 erscheint uns eine Umsetzung  mehr als realistisch.