Anpassung des Richtplanes Kapitel S9, Kantonsratssitzung vom 07.11.2013

Sehr geehrter Herr Kantonsratspräsident
Sehr geehrte Mitglieder der Regierung
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen
 
Die Alternative Grüne Fraktion begrüsst den Antrag der Regierung die Mittelschule künftig im Richtplan auf vier Standorte zu setzen. Als einzige Fraktion setzten wir uns bereits im Sommer 2012 im Kantonsrat faktisch für den heutigen Vorschlag ein: Ja zum neuen Standort Cham mit gleichzeitiger Investition in die bestehenden Standorte Menzingen, Lüssiweg Zug, und Hofstrasse Zug und wollten keinen Planungs- und Baustopp, da die Schulen schon länger an Raumnot leiden.
 
Bei der neuen Ausgangslage mit dem grossen Landstück in Cham gibt die AGF dem Areal Röhrliberg/Allmendhof den Vorrang. Für allfälligen späteren Bedarf sehen wir im Röhrliberg mehr Potential als es beim Papieriareal der Fall ist. Mit dem neuen Mittelschulstandort Cham kann der Kanton die nötigen Voraussetzungen für den Bau eines Langzeitgymnasiums schaffen. Zudem macht dieser Standort auch aus raumplanerischen Überlegungen Sinn, da bekanntlich die Region Ennetsee weiterhin wachsen wird.
 
Bei den Variantenvorschlägen bevorzugen wir die Variante 11, weil sie bildungsstrategisch die bessere ist. Beim Standort "Hofstrasse" halten wir an der ursprünglich geplanten Fach- und Wirtschaftsmittelschule (FMS und WMS) unter einem Dach fest. So werden Synergien genutzt und Pensen- wie auch Schülerschwankungen besser aufgefangen. Auch würde am Lüssiweg ohne WMS mehr Raum für künftiges Wachstum frei gehalten. Die Variante 11 bietet der Kanti zudem mehr Platz, denn mit der Variante 12 würden gegen 1000 Schüler am Lüssiweg unterrichtet, was als Oberstgrenze betrachtet wird.
 
Der AGF ist es wichtig, dass die Tradition „Athene als Mittelschulstandort“ weiterhin bestehen bleibt. Die Fraktion möchte aber vom Baudirektor noch einige Ausführungen hören was anstatt einer Wirtschaftsmittelschule auf dem Teilerareal in Zukunft alles geplant ist.
 
Mit dem heutigen Beschluss erwarten wir nun von der Regierung und vom Kantonsrat, dass die Blockierung des dringenden Aus- und Umbaus von FMS/WMS, Brückenangebote, Kanti und KGM aufgehoben und die Realisierung umgehend in Angriff genommen wird.
 
Die Alternative Grüne Fraktion ist für Eintreten und beim Absatz 9.2.4 sind wir auch für die Streichung wie dies Raumplanungs- und Bildungskommission vorschlagen.
 
 
Hanni Schriber-Neiger, Kantonsrätin Alternative – die Grünen, Risch Rotkreuz