Bereits im 2007 haben die Alternativen – Die Grünen dem Rat beliebt gemacht, Gregor Kupper nicht für die Revisionsstelle der Zuger Kantonalbank zu bestätigen. An dieser Grundhaltung, mögliche Interessenkonflikte oder Filz in der Politik möglichst zu vermeiden hat sich nichts geändert. Und darum kann ich mich mit diesem Votum gleich mein damaliges zitieren. „Der Regierungsrat soll nach dem Nein des Kantonsrats eine andere Person benennen oder vorschlagen.
 
Wir betonen, dass weder die persönliche Integrität noch die Fachkompetenz des Kandidaten angezweifelt wird. Er führt die Stawiko gut. Wir tun aber unsere Vorbehalte kund bezüglich der Vereinbarkeit der Funktion als ZKB-Revisor mit dem Amt als Präsident der Stawiko. Diese ist das finanzielle Gewissen des Kantons. Es besteht zu Recht ein Anspruch der Zuger Bevölkerung an die grösstmögliche Unabhängigkeit und Unbefangenheit der Stawiko.
 
Dabei ist an den Stawiko-Präsidenten ein erhöhter Anspruch zu stellen. Mit der Vermeidung von Ämterkumulationen kann ein Stawiko-Präsident die Glaubwürdigkeit seiner Kommission erhöhen. Denn bei allem Vertrauen in die Zuger Kantonalbank ist es nicht auszuschliessen, dass einmal in der ferneren Zukunft die Geschäftstätigkeit der ZKB inklusive ihrer Revisionsstelle einer kritischen Hinterfragung durch den Kantonsrat bedarf. Andere Kantone hatten diesbezüglich ebenso leidvolle wie teure Erfahrungen gemacht. Und so wäre es ebenso voraus-schauend wie politisch klug, im Fall der Fälle über zwei Aufsichtsorgane ohne grössere Verflechtungen und besonders über einen Stawiko-Präsidenten ohne Interessenbindung zu verfügen, der dann nicht in den Ausstand gezwungen wird.“
 
Gerade weil Gregor Kupper als Stawiko-Präsident gute Arbeit leistet, will ich ihn im Fall der Fälle nicht verlieren, da er in den Ausstand treten muss.
 
 
Stefan Gisler, Alternative – die Grünen