Ich danke dem Regierungsrat  für seine ausführliche Antwort, die ich mit Interesse gelesen habe. Ich bin vor allem froh, dass der Regierungsrat 3 Punkte erkannt hat:

  1. das Wild, also Säugetiere und Vögel, ist besonders im Winter und in der Brut- und Setzzeit sehr empfindlich;
  2. Wildruhegebiete sind geeignete Instrumente des Artenschutzes und nicht nur stark bedrohte Arten werden davon profitieren, sondern damit können die Lebensbedingungen vieler Tierarten verbessert werden;
  3. Trendsportarten beeinträchtigen die Rückzugsräume von Wildtieren massiv.

Zum Schutz von bestimmten Tierarten sind forstliche Massnahmen nötig und bereits ergriffen, aber nicht genügend, es braucht mehr. Das bedeutet, dass der Zugang des Menschen zu bestimmten Gebieten eingeschränkt, kanalisiert oder ganz unterbunden wird. Die folgende Aussage stammt nicht von mir, sondern aus Kreisen des Zuger Jägervereins: "Je mehr Druck auf die Natur durch Erholungs-suchende ausgeübt wird, je mehr Schutzmassnahmen sind nötig". Diese Einsicht teilt zum Glück der Regierungsrat.
Das Artensterben ist ein weltweites Phänomen und hat riesige Ausmasse angenommen – was zuwenig bekannt ist. So hat die Weltnaturschutzunion im Oktober 2008 festgestellt: (Zitat) "Noch zu unseren Lebzeiten könnten hunderte von Tierarten als Folge menschlichen Handelns verloren gehen".
Wenn man diesen Grundgedanken ernst nimmt, dann muss man überall dort ansetzen, wo es nötig ist. Zum Beispiel in unserem Kanton unter anderem und ganz speziell beim Auerhahn, beim Haselhuhn und bei der Waldschnepfe. Und es lohnt sich: Entsprechende Anstrengungen in anderen Kantonen, z.B. in Schwyz oder im Kanton Waadt wurden von Erfolg gekrönt.
Ein Wermutstropfen war für mich, dass der Regierungsrat nicht sofort aktiv werden will. Er wollte im Zeitpunkt der Beantwortung, das war im letzten Sommer, erst an die Umsetzung gehen, wenn die gesetzlichen Bestimmungen auf Bundesebene geklärt sind.
Es scheint zum Glück, dass hier Bewegung in Gang gekommen ist.
Bundesrat Leuenberger hat die Sektion Wildtiere des BAFU beauftragt, eine Revision der Verordnung zum Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz der wildlebenden Säugetiere und Vögel anzugehen. Es scheint sogar, dass die Revision zügig angepackt werden soll, denn bereits in diesem Monat (Februar) sollten die Kantone erste Entwürfe bekommen (oder bekommen haben) und diese sollen die Ausscheidung von Wildruhegebieten vorsehen.
Somit ist grünes Licht gegeben für ein zügiges Anpacken des Themas im Kanton Zug. Ich freue mich darauf und werde die Sache weiter im Auge behalten.