Bereits heute haben Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer auf Bundesebene das Stimm- und Wahlrecht. Mit dieser Motion soll dies neu auch auf kantonaler Ebene möglich sein, was die Alternative Grüne Fraktion sehr begrüsst. Jede volljährige und nicht bevormundete Person soll sein Stimm- und Wahlrecht ausüben können, egal ob die Person hier in der Schweiz wohnt oder eben im Ausland.
 
Im Bericht des Regierungsrates ist zu lesen, dass von den knapp 1200 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer etwa die Hälfte bei Eidgenössischen Vorlagen das Stimm- und Wahlrecht in Anspruch nehmen. Die Stimmbeteiligung ist prozentual gesehen fast gleich hoch, wie in unserem Kanton. Mit diesem Verhalten haben die Hälfte dieser Menschen bewiesen, dass ihnen mitbestimmen sehr wichtig ist. Es fällt uns also keine Zacken aus der Krone, wenn wir den Auslandschweizerinnen und -Schweizern das Recht geben auch bei kantonalen Fragen abzustimmen.
 
Mit der Möglichkeit, dass Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Zukunft auch bei kantonalen Fragen mitbestimmen können, dürfte dies zur weiteren Entspannung und Sensibilität gegenüber der sogenannten Fünften Schweiz beitragen. Denn noch vor 55 Jahren wurde in einer Volksabstimmung die Vorlage für „Hilfeleistungen an kriegsgeschädigte Auslandschweizer“ verworfen. Doch heute wird die Präsenz der Fünften Schweiz bei uns immer mehr wahrgenommen, u.a. auch Dank dem Auslandschweizerrat (ASR), der die Interessen aller Auslandschweizer gegenüber Behörden und Öffentlichkeit vertritt.
 
Bei der Gesetzesausarbeitung wird sich von den versch. Lösungsvarianten eine finden, die bereits von einem andern Kanton gelebt wird und auch bereits Erfahrungswerte vorhanden sind. Da bereits einige Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer im Stimmregister eingetragen sind, wird der administrative Aufwand im Rahmen bleiben.
 
Die Alternative Grüne Fraktion ist für Erheblicherklärung der Motion.