Zur Interpellation „Nutzung des historisch tiefen Zinsumfeldes und der guten Bonität des Kantons Zug zu Gunsten der Zuger Bevölkerung“

Die Fraktion der Alternativen-die Grünen danken den beiden Kantonsräten Andermatt und Schmid für ihre Interpellation. Die Grundidee ist nämlich eine wichtige: Momentan ist es nicht Zeit um Sparpolitik und Abbau zu betreiben sondern um zu investieren. Die grossen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte bedingen öffentliche Investitionen, der Markt allein löst unsere Probleme nämlich nicht.
Für die Alternativen-die Grünen Zug darf jedoch nicht das Gambling an den Börsen mit risikobehafteten Anlagen die Zukunft sein. Die Schweiz braucht reale Investitionen in die Technologien der Zukunft, in eine hohe Lebensqualität für ALLE Zuger*innen und Zuger.

Wir begrüssen es ausdrücklich, dass sich der Regierungsrat in der regierungsrätlichen Antwort den den kommenden Herausforderungen bewusst ist. Die 600 Millionen an Überschuss der nächsten Jahren sowie das hohe Eigenkapital, auf welchem der Kanton Zug bereits heute sitzt muss für die ökologische Transformation im Kanton Zug und für die Förderung des gemeinnützigen und ökologischen Wohnungsbaus investiert werden. Wir sind auch einverstanden, dass die Altersvorsorge nebst dem Klimawandel, der digitalen Transformation unserer Wirtschaft und der sozialen Ungleichheit im Allgemeinen ein grosses Problem darstellt. Für die Fraktion der Alternative-die Grünen ist klar: Tiefe Mieten und die Förderung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus sind sind die beste Altersvorsorge beziehungsweise der grösste Hebel, bei welcher kantonale Politik Armut im Alter verhindern kann. Wir fordern eine Schaffung eines Wohnbausfonds für gemeinnützigen Wohnungsbau. Der Kanton Zug hat der tiefste Leerwohnungsbestand und die höchsten Mieten. Der Überschuss der nächsten Jahre soll dafür genützt werden, um Wohnbaugenossenschaften zu ermöglichen. Somit können sich auch Mittelstandsfamilien ihr Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen und bezahlen keinen Profit von grossen Immobilienunternehmen.

Andererseits hat der Kanton Zug die Chance in Sachen Klimaschutz voranzugehen. Die gute finanzielle Lage muss dafür genutzt werden, die ökologische Transformation im Kanton voranzutreiben. Der Umstieg vom Auto auf den Langsamverkehr braucht mehr Velowege und ein noch attraktiveres öV Angebot, ökologische Sanierungen müssen gefördert werden und Innovation und Bildung muss gefördert werden. Für all das sind Investitionen notwendig und wichtig. Die Fraktion der Alternativen-die Grünen wird in den nächsten Monaten entsprechende Ideen präsentieren.

Luzian Franzini