Die Alternative Fraktion ist für Erheblicherklärung der Motion. Wir sind der Meinung, dass die Regierung die Sache fundiert abgeklärt hat.
Das neue Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer gibt den Kantonen und den Gemeinden einen klaren Auftrag im Bereich der  Integration. Dies umso mehr als der Bund keine Einzelprojekte mehr bearbeiten wird, sondern von den Kantonen Konzepte, Zielformulierungen und Umsetzungsstrategien verlangt für die Gelder, die er ihnen zur Verfügung stellen kann.
In Anbetracht der politischen und gesellschaftlichen Bedeutung dieses Auftrages ist unsere Fraktion der Meinung, dass ein eigenständiges Gesetz der richtige Weg dazu ist und der Wichtigkeit der Sache angemessen ist. In 6 Kantone wurde das Thema bereits auf Gesetzesebene geregelt, in mehreren anderen wird das Thema zurzeit diskutiert. Im Kanton Zürich wurde das Thema sogar in die Verfassung aufgenommen.  Also kann das Anliegen einer gesetzlichen Regelung sicher nicht daneben sein.
Integration ist ja nicht ein Prozess, der einseitig abläuft, und zum Beispiel nur von uns Schweizerinnen und Schweizern Anstrengungen und Hilfestellungen verlangt. Es bestehen also Rechte und Pflichten auf beiden Seiten. Deshalb macht es Sinn, dass die Ziele der Integration, die Wege dazu, die Zuständigkeiten und Finanzierung sowie unsere Erwartungen gesetzlich formuliert werden. Das ist schlussendlich eine Förderung der Integration, welche von allen Parteien als wichtiges politisches Anliegen anerkannt wird.
Die Erarbeitung eines kantonalen Integrationsgesetzes bietet zudem die Chance, bisherige Angebote und Bestrebungen in diesem Bereich kritisch zu hinterfragen und ihre Wirksamkeit zu diskutieren, Bestehendes zu optimieren und allfällige Lücken im Angebot zu schliessen.